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Kofler, Adelheid #

* 24.06.1889 in Haugsdorf/Niederösterreich
+ 27.07.1985 in Innsbruck
Erfinderin, Ärztin, Mineralogin

Kofler, Ludwig#

* 30.11.1891 in Dornbirn
+ 23.8.1951 in Innsbruck

Erfinder , Arzt, Pharmakologe

DDr. Adelheid Kofler war Mineralogin und Augenärztin. Nach Studium an der Universität Wien erwarb sie 1912 das Lehramt für Naturwissenschaftliche Fächer, und wurde im folgen Jahr zur Dr. phil. (Mineralogie) promoviert. 1921 folgte die Promotion zur Doktorin der Medizin. Ihre Forschungsschwerpunkte als Thermomikroskopikerin lagen in der Polymorphieforschung. 1954 erhielt sie den Fritz-Pregel-Preis. Adelheid Kofler war Ehrenmitglied der Universität Innsbruck, Ehrenmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Mikrochemie und Analytische Chemie, und Trägerin des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft I. Klasse.

Prof. Mag. DDr. Ludwig Kofler war der Sohn des Dornbirner Apothekers Karl Kofler. Er studierte in Wien erst Botanik (Promotion zum Dr. phil ), dann Medizin (Dr. med.) 1925 bis 1945 leitete er das pharmakognostische Institut der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck. 1934 war er Preisträger des Fritz Pregl-Preises.

Pubikationen (Auswahl)
Mit Adolf Mayrhoder: Hausapotheke und Rezeptur. Wien 1929
Mit Adelheid Kofler und Adolf Mayrhofer: Mikroskopische Methoden in der Mikrochemie, Leipzig 1935
Mikromethoden zur Kennzeichnung organischer Substanzen. Berlin 1942
Mit Adelheid Kofler: Mikro-Methoden zur Kennzeichnung organischer Stoffe und Stoffgemische. Berlin 1945
Mit Adelheid Kofler und Maria Kuhnert-Brandstädter: Thermo-Mikro-Methoden zur Kennzeichnung organischer Stoffe und Stoffgemische. 1945

Bild 'Kofler2'

Bild 'Kofler1'

Gemeinsam entwickelte das Forscher-Ehepaar das weltweit anerkannte Kofler-Thermomikroskop und die Kofler-Heizbank. Diese Präzisionsgeräte dienen der Schmelzpunktbestimmung von anorganischen oder organischen Substanzen, wobei das Heizmikroskop mit minimalsten Substanzmengen auskommt und sich die exakte Übergangstemperatur von fest auf flüssig – das thermodynamische Gleichgewicht – optisch erkennen lässt. Man kann damit die Reinheit von Einzelsubstanzen und das Schmelzverhalten von Substanzgemischen, üblicherweise im Temperaturbereich von + 50 - + 350 °C feststellen.

Quellen:

Frdl. Mitteilung von Werner Kohl, Auer von Welsbach-Forschungsinstitut, Althofen – Außenstelle Wien
Helmut Alexander: Innovatives Tirol – Techniker – Erfinder-Unternehmer
Universität Innsbruck – Pharmakognostisches Institut

hmw