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Orel, Eduard (Ritter von)#

* 5. 11. 1877, Triest

† 24. 10. 1941


Erfinder (Orel-Zeiss'scher Stereoautograph)


Dr.-Ing. h.c. Eduard Orel war der Sohn des Schlosshauptmanns von Miramar bei Triest, Eduard Orel sen., der an der Payer-Weyprecht-Nordpolexpedition teilgenommen hatte. Er bestimmte seinen Sohn zur Offizierslaufbahn. Schon in der k.u.k. Infanteriekadettenschule in Triest äußerte Eduard Orel jun. den Wunsch, später im Militärgeographischen Institut in Wien zu arbeiten, das zu den besten kartographischen Instituten der Welt zählte. 1901 trat er dort ein. Die erste Großleistung vollbrachte Orel 1909, als er das 1.200 km² große Gebiet von Meran-Sterzing in drei Monaten im Kartenmaßstab 1: 25.000 vermessen hat.


Außerdem interessierte er sich für die Fotografie, wozu damals Kenntnisse in Optik, Mechanik und Chemie nötig waren. Ab 1905 beschäftigte er sich mit der Photogrammetrie, die sich besonders im unwegsamen Gelände, wie im Hochgebirge, bewährte. Zur Realisierung seiner Erfindung des Stereo-Autographen arbeitete Eduard Orel mit der Firma Carl Zeiss in Jena zusammen und wurde zum Experten und Pionier dieser Methode. Nachdem er im Militärgeographischen Institut eine Photogrammetrische Abteilung gegründet hatte, machte er sich 1912 mit der Firma "Stereographik GmbH" in Wien selbstständig.

Quelle#


© TMW
  • Technisches Museum Wien, Archiv (Personenmappe)


Redaktion: hmw