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Die Bedrohung der Umwelt#

Ein sehr persönlicher Bericht von Hermann Maurer

Einleitung#

Ich habe in einer kleinen Umfrage, beginnend erste Augusthälfte 2016, versucht festzustellen, was die größten Sorgen der Österreicher sind, siehe dazu den Beitrag Die Sorgen der Österreicher (und würde mich freuen, wenn Sie da noch mitmachen).

Alle von den mehr als fünfzig Personen, die bisher mitgemacht haben, schickten mir ihr Alter und maximal 6 aus einer Liste von 52 vorgeschlagenen Sorgen. Natürlich variierten die Antworten stark, auch nach Alter, aber es zeichneten sich doch schon einige interessante Punkte ab.

Beispielsweise machte sich niemand zu meiner Überraschung Sorgen wegen des TTIP Abkommens: Ich selbst bin eher ein Gegner, nicht wegen der Angst, dass damit besonders gefährliche ungeprüfte Lebensmittel nach Europa kommen würden (das häufigste Argument, und durchaus auch eines), sondern weil ich gegen eine zu starke Globalisierung bin: Der Güterverkehr wird dadurch weiter verstärkt, die Konzentration von Firmen zu immer größeren Monstern gefördert und die Abhängigkeit von uns von allen Teilen der Welt weiter verstärkt. Dazu kommt die potentielle Verlagerung von Arbeitskräften in Billiglohnländer, wenn es keine Zölle mehr gibt und die Tranportkosten unbedeutend sind.

Ein anderes Beispiel, dass aber das Interesse von Österreichern an der internationalen Politik zeigt, war, dass ich sehr rasch zwei Beschwerden bekam, dass der Punkt "Ich mache mir Sorgen, dass Trump Präsident der USA wird" fehlte... diesen Punkt habe ich also aufgenommen.

Besonders fasziniert hat mich aber, dass es nur ein Thema gab, das in fast keiner Liste fehlte: Die Sorge um die Umwelt.

Dieses Thema ist insofern sehr komplex, als es mit vielen anderen Faktoren zusammenhängt. Mit der Verwendung fossiler Brennstoffe und des CO2 Ausstoßes, der Energieerzeugung insgesamt, der Luftqualität, der Landwirtschaft, der ständig wachsenden Bevölkerung, der Abfallwirtschaft, der Abwasserreinigung, usw.

Ohne Spezialist in diesen Bereichen zu sein habe ich auch durch meine Tätigkeit bei der Academia Europaea die Notwendigkeit gehabt, mich zumindest bis auf journalistische Tiefe mit vielen dieser Themen zu beschäftigen. In diesem Sinn werde ich versuchen, zunächst zu einigen Themen und über den oft wenig erfreulichen Stand zu berichten. Dabei ist jede Ergänzung oder Korrektur erwünscht. Dann aber freue ich mich zu berichten, dass (und wie) in vielen der angesprochenen Bereichen durch staatliche Organisationen und innovative Firmen in Österreich an einer Verbesserung der Situation gearbeitet wird.

Die Ozeane#

2/3 der Erde ist bekanntlich mit Wasser bedeckt. Es ist daher angebracht, sich den gegenwärtigen Zustand der Meere vor Augen zu führen. Die berühmte Marinebiologin Rachel Carson hat schon im 20. Jahrhundert vor der Zerstörung der Ozeane gewarnt, in ihren frühen Büchern wie "The Edge of the Sea", "The sea around us" und vor allem in ihrem Klassiker "The silent Spring" (1962, 4 Jahre vor ihrem Tod) der so aktuell ist, dass er unter "Der stumme Frühling" 2007 erneut ins Deutsche übersetzt wurde. Ich zitiere: "In Silent Spring she challenged the practices of agricultural scientists and the government and called for a change in the way humankind viewed the natural world. Carson was attacked by the chemical industry and some in government as an alarmist, but courageously spoke out to remind us that we are a vulnerable part of the natural world subject to the same damage as the rest of the ecosystem." Insbesondere warnte sie vor den großen Gefahren der Überverwendung von Düngemitteln und Schädlingsbekämpfungsmitteln, die letztendlich ins Meer gewaschen werden. Ihre Vorhersagen sind leider von der Wirklichkeit noch übertroffen worden.

Fisch
Quallen töten Fische trotz ihres Schuppenschutzes
Der Vortrag von Jeremy Jackson über "Imagening the Oceans in 2025" aus dem Jahr 2010 ist genauso aktuell wie damals, ja die Situation hat sich weiter verschlechtert: Fast 70% der Meere sind überfischt; in großen Teilen der Welt erhält man mit engmaschigen Netzen nur mehr Plastikpartikel und Quallen: Die Masse an Quallen ist innerhalb von ca. 20 Jahren auf das 10 fache gestiegen, und selbst Fische sind gegen Verätzungen durch Quallen nicht immun (siehe Bild). Ein Gebiet zwischen Afrika und Südamerika weit über 100.000 km2 groß ist dutzende Meter tief nur mehr als ein durch Strömung zusammengetriebene Müllhaufen zu beschreiben, der keinen Fisch mehr beherbergt. Insgesamt zählt man in den Meeren heute gut 400 "Todeszonen", in denen keine Fische mehr leben.

Das Leben in vielen Meeresteilen wird durch Abwässer (hautpsächlich landwirtschaftlich genutzer Flächen) so verunreinigt, dass es für Fische kaum mehr geeignet ist, aber für Neophyten (also neu eingeschleppte Arten), die das lokale Leben im Meer gefährden, kein Problme darstellt. Der bekannteste Fall ist das Auftreten von der Algenart Caulerpa taxifolia, einer ursprünglich aus dem Indopazifik stammende Alge,die ins Mittelmeer eingeschleppt wurde und sich dort weit verbreitet. Sie überwuchert die dort heimischen Seegraswiesen und vernichtet dadurch die Lebensgrundlage der Tiere. Deshalb hat sie den Namen „Killeralge“ erworben. Da die Alge giftig ist, hat sie im Mittelmeer keine natürlichen Feinde. Dies betrifft vor allem das westliche Mittelmeer. Ob es gelingt, über eine spezielle Schneckenart den Bewuchs einzudämmen ist unklar, doch ist um Mallorca angeblich ein Rückgang dieser Algenart bemerkbar, nachdem viele andere Versuche gescheitert sind.

Korallenriffe leiden, wie die Medien immer wieder berichten, durch die Erwärmung des Meerwassers. Steinkorallen leben in Symbiose mit sogenannten Zooxanthellen. Diese sind unter anderem auch für die Färbung der Korallen verantwortlich. Sie sind empfindlich gegen Wärme und beginnen bei einer zu hohen Temperatur des Meerwassers (über 29° C) durch den „Wärmestress“ Giftstoffe zu produzieren. Als Folge davon werden sie von den Korallen abgestoßen, welche damit auch ihre Färbung verlieren und „ausbleichen“. Ohne Zooxanthellen können Korallen nicht dauerhaft überleben und sterben ab. Neben der Luft haben sich auch die Ozeane erwärmt, die über 90 % der Wärmeenergie aufgenommen haben. Während sich die Weltmeere seit 1955 aufgrund ihres enormen Volumens und ihrer großen Temperaturträgheit insgesamt nur um 0,04° C aufgeheizt haben, erhöhte sich ihre Oberflächentemperatur im selben Zeitraum um 0,6°. Im Bereich zwischen der Meeresoberfläche bis zu einer Tiefe von 75 Metern stieg die Temperatur von 1971 bis 2010 um durchschnittlich 0,11° pro Jahrzehnt an.

Nebenbei sei angemerkt, dass die Ozeane daher enorme Energiespeicher geworden sind: Der Energieinhalt der Weltmeere nahm zwischen Mitte der 1950er Jahre bis 1998 um ca. 14,5 × 1022 Joule zu, was einer Heizleistung von 0,2 Watt pro m² der gesamten Erdoberfläche entspricht. (S. Levitus: Warming of the world ocean, 1955–2003. In: Geophysical Research Letters. 32, 2005). Sehr dramatisch ausgedrückt: Die Energiezunahme der Weltmeere entspricht der Energie von 100 Millionen Hiroshima-Atombomben. Diese Energiemenge (wenn freigesetzt) würde die unteren 10 Kilometer der Atmosphäre um 22° erwärmen.

Der Säurewert der Meere nimmt durch CO2 Absorption zu (also der ph Wert ab), was sich natürlich gleichfalls auf das Leben im Meer auswirkt. Nimmt man die "verbesserten" Fischmethoden dazu (Radar, Schleppnetze,...), dann ist klar, dass die wildlebenden Fischbestände dramatisch gefährdet sind. So wie die Menschen Rinder, Schafe, Schweine oder Hühner domestiziert haben, sind sie nun im Begriff auch Fische in dem Sinn zu domestizieren, dass wir heute bereits weit über 50% aller Fische aus Fischfarmen konsumieren, nicht mehr Fangfische. Abgesehen von den Fischen darf nicht übersehen werden, dass die Ozeane sowohl durch ihren Wasserspiegel die Bewohnbarkeit von Küstenstrichen ändern können, als auch die Wassertemperatur Strömungen und Lufttemperatur beeinflusst.

In Binnenländern wie Österreich sind die Meere in erster Linie für Urlaub und Fischkonsum interessant. Es wird daher die Auswirkung der Veränderung der Meere zu wenig beachtet, was den obigen längeren Exkurs rechtfertigt. Aber weil wir durch Abwässer, die wir in die Flüsse leiten, oder Düngemittel und Pestizide, die der Regen in die Flüsse schwemmt sehr wohl für das Wohlergehen der Ozeane mitverantwortlich sind, und eine globale Erwärmung auch Österreich z.B. was Tourismus oder potentielle neue Flüchtlingsströme anbelangt stark betrifft, ist der Zustand der Weltmeere auch für Österreich sehr relevant.

Die Luftqualität#

Feinstaubsanierungsgebiete
Freundlicher Weise vom Umweltbundesamt zur Verfügung gestellt
Bei uns im täglichen Leben hat aber die Luftqualität eine höhere Bedeutung. Die "Feinstaubbelastung" überschreitet in einigen Teilen des Landes (siehe Karte) immer wieder die von der EU "erlaubten" Werte. Sie beruhen auf den US Bestimmungen PM10 für schwebende PM (Particle Matters) und berücksichtigen vor allem die Größe der Staubkörner: Kleine Partikel werden von den Schleimhäuten im Nasenraum/Rachenraum bzw. den Härchen im Nasenbereich nur teilweise zurückgehalten, während größere Partikel keine Belastung der Atemwege darstellen. Daher wird im Zusammenhang mit Feinstaub auch von inhalierbarem Feinstaub gesprochen. Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 1 µm werden bei der Berechnung der Feinstaubwerte vollständig einbezogen, bei größeren Partikeln wird nur ein nach der Größe abnehmender Prozentsatz bewertet. Man kann grob argumentieren: „Je kleiner die Partikel, umso gefährlicher sind sie für Menschen“, was übrigens bedeutet, dass Nanopartikel (mit weniger als 100 nm (0,1 µm) zehn Mal kleiner als die kleinsten "normalen" Feinstaubpartikel) genaue Untersuchungen notwendig machen werden.

Freilich ist es wohl falsch, nur nach der Größe der Partikel vorzugehen, wie es heute oft, diktiert durch die Messvorrichtungen, getan wird. Während also häufig nur die von der Größe abhängige Wirksamkeit im Vordergrund steht, verwenden andere Modelle auch Aspekte wie Toxizität. Im übrigen sollte sich wohl jede Diskussion nicht auf den Begriff des Feinstaubs beschränken, denn es geht ja insgesamt um alle Luftschadstoffe. Da Feinstaub auf verschiedene Arten entsteht sind immisonsbedingte Geschwindigkeitsbeschränkungen (wie bei uns oft üblich), oder das Verbot von offenen Feuern oder Feuerwerken, usw. erste Ansätze, die versuchen, für eine gewisse Luftqualität zu sorgen.

Die Quellen für Feinstaub sind überraschend vielfältig. Die Prozentzahlen sind in Analogie zu den umfassenden österreichischen Informationen zum Feinstaub vom Umweltbundesamt berechnet.

  • Wirtschaft: 36%
  • Verkehr: 31%
    • Straßenverkehr: 21% (Automotoren,vorwiegend Diesel 15%, Antrieb und Bremssysteme, Reifenabrieb 3%, anderes 3%)
    • Luftverkehr 4%
    • Schienenverkehr 3%
    • Anderes 3%
  • Privathaushalte und Kleinverbraucher: 17%
  • Elektrizitäts- und Fernheizwerke: 9%
  • Landwirtschaft: 7% (Davon jeweils die Hälfte für Tierhaltung bzw. anderes)

Verkehr, Energie, Heizung, CO2 und Klimawandel#

Es ist kein Zweifel, dass der Autoverkehr die Umwelt in vielfacher Weise belastet: Immerhin ist er nach obigen Zahlen für 21% des Feinstaubs verantwortlich. Aber nicht nur das: Die meisten Autos haben einen Verbrennungsmotor, und stoßen also CO2 aus ... und dieses Gas gilt ja allgemein als großer Feind.

Daher das Argument: Verwenden wir doch E-Autos oder Wasserstoff als Treibstoff (der zu Wasser verbrennt). Ich werde das Thema "Individualverkehr der Zukunft" in einem weiteren Beitrag behandeln. Aber ein paar Worte sind doch angebracht: Erstens, der Feinstaubausstoß in Ballungszentren wird durch E-Autos natürlich dramatisch reduziert (es bleiben nur noch Feinstaub durch Abrieb und durch Staubaufwirbelung) übrig, insofern sind E-Autos ein wichtiger Schritt vorwärts. Allerdings, was CO2 anbelangt ist die Situation komplexer: Wenn der notwendige Strom durch ein Kraftwerk erzeugt wird, das mit fossiler Energie arbeitet wird der Ausstoß von CO2 nur wenig kleiner. Verkehr macht die Welt auch lauter: E-Autos in der Stadt machen bis 35 km/h weniger Lärm als Autos mit Verbrennungsmotoren, aber ab 35 km/h dominiert der Lärm der Reifen. Auch bei dem Argument, dass durch den Autoverkehr sehr viel zubetoniert wird, Parkflächen zur Verfügung gestellt werden müssen, usw. schneiden E-Autos oberflächlich gesehen nicht besser ab als andere, liegen aber bei anderen Schadstoffen (Stickoxyde etc.) deutlich besser.

CO2 verdient einen eigenen Beitrag wird "CO2 - Feind oder Freund" behandelt. Aber zur Einstimmung ein paar Anmerkungen: Ohne Kohlendioxyd gäbe es keine Photosynthese, damit keine Pflanze, damit kein Tier (die sich alle mit Ausnahme von Pilzen und den Goldenen Quallen von Pflanzen oder anderen Tieren ernähren. Also gäbe es auch keine Menschen. Ist Kohlendioxyd demnach eigentlich unser bester Freund... nur was ist, wenn davon zuviel in der Luft ist? Giftig ist das Gas nicht, ja es hat sogar einen interessanten Regelmechanismus: je mehr davon in der Luft ist, umso besser wachsen Pflanzen (darum wird in botanischen Gärten in den Glashäusern der CO2 Gehalt künstlich erhöht!), damit findet mehr Photosynthese statt, bindet also mehr des Gases!

Aber da ist ja auch der Treibhauseffekt, den das Gas erhöht-- also muss man es doch bekämpfen? Richtig, außer es gelingt, das Gas als Rohmaterial zu verwenden. Und das geht (so werde ich behaupten) wenn man genug sauber erzeugete Energie hat. Das ist in Wahrheit der Knackpuntk für vieles, und daher ist ein Beitrag "Mega Energie für die Menschen" in Vorbereitung.

Für die Auswirkung der Klimatisierung von Häusern oder Büros ist die Art, wie und ob man klimatisiert von zwei Aspekten abhängig: Wie gut kann und soll man isolieren (Stichwort "Passivhausbau" ) und wo kommt die fallweise notwendige Energie her? Diese Frage ist so komplex, dass ich sie, wie erwähnt, getrennt behandeln werde, genauso wie das Thema Klimawandel!

Abfallwirtschaft#

Abfallwirtschaft im weitesten Sinn umfasst eine Unzahl von Bereichen, von denen ich hier nur die Aspekte Verpackung, Mülltrennung, gefährliche oder unnötige Produkte, Wegwerfgesellschaft, Abwasser Problematik und die Behandlung von Düngemittel, Pestiziden oder anderen chemischen Produkten in der Landwirtschaft ansprechen möchte.

Bei der Verpackung sind drei Probleme besonders kritisch. Erstens, wir leben in einem Zeitalter der Verpackungswut. Nehmen wir doch nur die Miniquantitäten von Butter, Marmelade oder Zucker, die uns immer wieder angeboten werden. Ähnliches gilt für Ketchup, Senf, ein paar Blätter Wurst, Sonnencremen, Zahnpasten und unzählige andere Produkte. Oft hat man den Eindruck, dass die Verpackung oft teurer ist als der Inhalt, oder die Verpackung nur mässig sinnvoll ist. Wie oft hat sich jeder von uns schon über Plastikfolien geärgert, die man kaum aufmachen konnte? Leider führen hier, wie so häufig, Verbote oder Steuern nur zu noch mehr Bürokratie und sind wohl nicht der richtige Weg. Es wird an uns liegen, dass wir, wo immer möglich, gegen die Verpackungswut vorgehen. Wenn Sie, als Beispiel, das nächste Mal in einem Hotel zum Frühstück kleine abgepackte Marmeladeportionen bekommen, weisen Sie darauf hin, dass sie lieber aus einem größeren Gefäß soviel Marmelade wie Sie benötigen mit einem Löffel auf einen Teller nehmen wollen.

Mindest so wichtig wie die Vermeidung unnötiger Verpackung ist es, dass das Verpackungsmaterial entweder wiederverwendbar ist (Gläser und Glasflaschen für Glas Recycling) oder sowohl umweltfreundlich erzeugbar ist und sich selbst rasch in ökologisch verwertbare Verbindungen verwandelt. Der Plastikmüll, der nicht nur die Landschaft verunstaltet, sondern der sich im Wasser zwar zerkleinert, aber als kleine Teilchen lange bestehen bleibt ist ja, wie erwähnt, z.B. für einen Teil der Gefährdung der Fische in den Meeren verantwortlich. Der dritte Punkt hängt mit dem nächsten zusammen: Übrig gebrauchtes Verpackungsmaterial soll so von anderen Substanzen getrennt werden, dass es in irgendeiner Form leicht wiederverwendbar ist.

Dazu gibt es die Bemühungen der Mülltrennung, die sich ja nicht auf Verpackungsmaterial beschränken. Wie gut die Mülltrennung funtioniert hängt natürlich von uns ab ... und ob uns die Mülltrennung hinreichend leicht gemacht wird. Hier erscheint mir eine Erfolgsgeschichte, die erst kurze Zeit zurückliegt, erwähnenswert: Durch Auswertung der Bewegungsdaten von Handys konnte festgestellt werden, welche Punkte in Wien besonders stark frequentiert wurden. Wenn sich diese für Entsorgungsbehälter eigneten (auch weil z.B. ein kurzes Anhalten eines Autos möglich war) wurden diese Standorte entsprechend ausgerüstet. Tatsächlich hat sich so der gesammelte getrennte Müll stark gesteigert. Ich erwähne diese Anwendung besonders gerne, weil sie zeigt, dass intelligente Anwendungen der Informatik, die nicht in die Privatsphär eingreifen (die Bewegungsdaten waren keinen Personen zugeordnet) sehr nützlich sein können.

Es erstaunt mich immer wieder, wieviele Produkte angeboten werden, die so nicht notwendig wären bzw. die sogar "gefährlich" in dem Sinn sind, dass sie schwer entsorgbar sind. In die beide Kategorien gehören m.M.n. alle Geräte, die mit Batterien betrieben werden, obwohl es ohne auch ginge. Die meisten Thermometer gehören dazu. Die "Messstationen", die die Temperatur in einem Raum und im Freien anzeigen und die alle paar Monate neue Batterien benötigen habe ich schon lange durch die früher üblichen "analogen" Thermometer ersetzt, die mit der Höhe der z.B. blauen Flüssigkeit in einer Röhre die Temperatur anzeigen. Sie arbeiten Jahrzehnte lang ohne Wartung, ohne Kosten für die Batterien, ohne Belastung durch deren Entsorgung, und sie fallen nicht wie ein Fieberthermomenter vielleicht gerade dann aus, wenn man es braucht... weil sich die Batterie allmählich entladen hat.

Ich glaube auch nicht an Armbanduhren, die Battterien benötigen. Wem das einmalgie Aufziehen der Feder pro Tag wirklich zu umständlich ist, der kann z.B. noch immer eine Automatikuhr verwenden, die sich durch Bewegungen aufzieht. Ich bin Informatiker, aber die unnotwendige Verwendung von Elektronik und Programmen verteuert oft Geräte und verschlechtert sie. Die elektrischen Fensterheber in Autos sind ein Beispiel, weil sie bei eingefrorenem Fenster versagen, wo man mit einem Drehhebel das Fenster noch ohne weiteres öffnen könnte.

Zu den großen Problemen unserer Zeit gehört aber, dass viele Geräte sehr rasch durch neue ersetzt werden müssen. Einige Beispiele mögen genügen. Es kann daran liegen, dass sie bewusst gebaut wurden, um nicht zu lange funtionsfähig zu bleiben (wie die berühmte Waschmasiche die nach 1.000 Waschvorgängen so programmiert, ist dass sie versagt); es kann auch daran liegen, dass Reparaturen bewusst sehr teuer gemacht werden (wie der Austausch eines kleinen Lämpchens in einem Auto, der, je nach Auto, eine umfangreiche Reparatur bedeuten kann); es kann aber auch sein, dass eine Industrielobby so etwas wie Sparlampenpflicht durchsetzt, obwohl die Lampen teuer sind, nicht so lange halten wie angegeben und wegen ihres Quecksilbergehaltes schwer entsorgbar sind; oder noch krasser, es wird eine Technologie vorgeschrieben, die eine Umrüstung notwendig macht. Wurden die Österreicher je gefragt ob sie digitales Fernsehen brauchen? Nun steht wohl digitales Radio bevor und wird Millionen von Radios zu Sperrmüll machen. Brauchen wir wirklich jedes Jahr hundert neue Handymodelle oder Digitalfotoapparate?

Dass mich diese Ideen schon seit Jahren verfolgen zeigen einige meiner Science Fiction Romane oder Aufsätze, etwa die zwei Seiten über den Vernünfigten Einsatz von Technologien in: Ende des TraumesFreyaGraz2014. Ich bitte die Eigenwerbung zu verzeihen, aber warum soll ich wiederholen, was ich teilweise schon vor zwanzig Jahren geschrieben habe, Nämlich, dass wir wieder stärker zu einer Reparaturgesellschaft und einer mehr saisonalen und regionalen Wirtschaft zurückkehren sollten?

Die Problematik der Abwasserreinigung von Haushalten und Betrieben ist in einigen der hochindustrialisierten Ländern weitgehend gelöst. Für das Abwasser ohne große chemische Zusätze sind Abwasseraufbereitungsanlagen, die stark mit "grauer Gentechnik" arbeiten, erfolgreich im Einsatz. "Graue Gentechnik" nennt man die Verfahren, bei denen über Bakterien (auch genmanipulierte, nur weiß das die breite öffentlichkeit gar nicht) gefährliche Keime und Substanzen im Abwasser abgebaut werden. Bei industriellen Abwässern ist die Reinigung oft schwieriger und von der Art der Verunreinigung abhängig. Wie erfolgreich man aber da sein kann hat der österreichische Spitzenchemiker Zlokarnik gezeigt, der die Abwasserreinigung für tausende Tonnen pro Tag für den Chemie/Pharmakonzern Bayer löste!

Leider wird in vielen Ländern der Erde die Abwasserreinigung nicht oder nur unzureichend durchgeführt, und auch in entwickelten Ländern gibt es oder kann es dramatische Unfälle geben. Man denke nur an den Kolontár-Dammbruch in Ungarn im Jahr 2010, der 10 Menschen das Leben kostete und 40 km2 verwüstete und unbewohnbar machte. Solche Rotschlammteiche (die bei der Aluminiumproduktion entstehen) gibt es weltweit viele. Potentiell noch schlimmer wäre der Bruch der Giftschlammteiche beim Ölschieferabbau in Westkanada, wo im Extremfall das ganze Flussbecken des Athabaska und Teile des Polarmeers gefährdet sind.

Während man Abwasser wie beschrieben wenigstens technisch im Griff hat und auch bei landwirtschaftlichen Abwässern aus Tierhaltung oder der Almwirtschaft in Österreich Bestimmungen gelten, wie solche Abwässer gereinigt werden müssen, gibt es in der Landwirtschaft bei der Feld- und Fruchtwirtschaft ein großes bisher kaum gelöstes Problem: Es werden dort Düngemittel, Pestizide und andere Substanzen eingesetzt, um vertretbare Erträge zu erzielen. Nur werden diese bei Regen aus dem Boden bzw. aus den Pflanzen in Bäche etc. ausgewaschen und vergiften nicht nur diese, sondern auch die Ozeane, in denen sich die Konzentration der gefährlichen Substanzen immer mehr erhöhen kann. Es gibt meines Wissens keine guten technischen Möglichkeiten, solche durch Regen ausgelöste Verunreinigungen zu beherrschen, sondern es scheint nur einen Weg zu geben: sie zu vermeiden, was durch neue Anbausorten durchaus möglich erscheint, aber in der breiten Öffentlichkeit als gefährliche Gentechnik auf weitgehend irrationale Ablehnung stößt.

Umwelt - und Naturzerstörung im üblichen Sinn#

Immer größere Flächen der Natur verschwinden zugunsten von Bauten, Straßen, oder für Kraftwerke, wobei gerade bei Wasserkraftwerken die Situation eher ambivalent ist. Während vermutlich die Verhinderung einiger riesigen Staudämme in z.B. Brasilien wegen der Vernichtung großer Teile des Urwalds und der Zertörung des Lebensraums indigener Menschen sinnvoll sein mag, gibt es andere Fälle (etwa den geplanten Murstausee zur Wasserkrafterzeugung in Graz) bei denen eine Aufwertung der Landschaft zu erwarten ist.

Aralsee
Photo: NASA
Der fast ausgetrocknete Aralsee
Insgesamt ist es aber doch so, dass verschiedene Energiegewinnungsmethoden die Natur gefährden. Viele denken dabei sofort an Kernkraftwerke und die beiden Kernschmelzen, die Teile der Ukraine und Japans auf lange Zeit unbewohnbar gemacht haben. Und doch sind dies vielleicht nicht die größten Sünder. Wann werden die Betonwände der großen Staudämme in Kaprun oder im Maltatal so brüchig, dass sie keinen Staudruck mehr standhalten? Die Verwüstung durch heute veraltete Fracking Methoden in den USA haben gewaltige Ausmaße angenommen. Die völlig zerstörte Natur durch den Tagabbau von Teersand im nordwestlichen Kanada fällt nur darum nicht so stark auf, weil die Gegend weit entfernt liegt. Überfliegt man diesen Landstrich aber bei einem Flug Europa - Westkanada ist die hunderte Kilometer große entsetzliche Narbe nicht zu übersehen.

Die Landwirtschaft spielt manchmal ungewollt eine große negative Rolle, was die Umwelt anbelangt: Sie benötigt oft mehr Wasser als vorhanden ist. So haben der Baumwollanbau vor allem in Turkmenistan dazu geführt, dass der Aralsee bis auf wenige Rest ausgetrocknet ist: er war einmal ein großer, abflussloser Salzsee in Zentralasien. Die seit etwa 1960 zunehmende Austrocknung des Sees stellt weltweit eine der größten vom Menschen verursachten Umweltkatastrophen dar. Mit ursprünglich rund 68.000 Quadratkilometern Ausdehnung war der Aralsee früher der viertgrößte Binnensee der Erde. Ähnlich ist es beim stolzen Colorado Fluss: ihm werden so große Mengen von Wasser entnommen, dass er den Pazifik nicht mehr erreicht!

Bei der Zerstörung der Natur gibt es aber auch noch andere Komponenten: Zerstörung durch touristische Anlagen. Für jeden der die Natur liebt, muss der Anblick der Lifttrassen auf dem Feuerkogel bei Ebensee vom Traunsein aus so erschreckend sein, wie Teile des Kärtner Ankogels, der durch das Winterschifahren für Sommerbesteigungen durch eine entstellte Natur nicht mehr attraktiv ist. Dass wir vermutlich schon viel zu viele Bergstraßen, Gondelbahnen, Gipfelhotels usw. haben schrieb ich bereits in einem Buch im Jahr 1989 (mit dem skurilen Titel: "Sklaverei in Östereich? oder Obst in die Parks!"), von dem in der 2. Neuauflage auf den Seiten 147 bis 153 hier im Austria-Forum unter Verschließen nicht erschließen, Lärmschutz und Umweltbelastung,und Green War in: XPERTEN 0Der AnfangGraz2004 meine Berichte nachzulesen sind. Ich stehe nach wie vor zu dem was ich vor 20 Jahren geschrieben habe, und das gilt auch für den nächsten Abschnitt.

Das Problem Überbevölkerung#

Als ich in die Volksschule ging, hatte die Erde 2,3 Milliarden Menschen. Mit Ende 2016 hat sie 7,5 Milliarden. Mit 2100 wird sie, selbst wenn sich das Wachstum stark verringert bei 10,5 Milliarden liegen.

Die folgenden Digaramme, die man sich aus der Geographie Abteilung des Austria-Forums für jede Kombination von Ländern sofort abrufen kann sollen das Wachstum der Erdbvevölkerung, und wie es verschieden verläuft, zeigen. Mehr dazu im Beitrag Die Bevölkerungsbombe.

Statistic
Österreich wächst langsam, Slovakai fast nicht, Ghana rapide: War es 1950 noch halb so groß wie Österreich ist es 2015 fast schon drei Mal so groß
Statistic
Die Bevölkerung von Indonesien hat sich seit 1955 vervierfacht, Japan beginnt leicht zurück zu gehen, Südafrika wächst stetig
Statistic
Ghana wächst in 5 Jahren um 11%, Östereich um 2% (nur durch Zuwanderung), die Slovakai ist stabil
Statistic
Japan schrumpft etwas, Indonesien und Südafrikas Bevölkerungszuwachs hat sich verlangsamt, liegt aber noch immer bei 5% in fünf Jahren

In dem oben erwähnten Buch habe ich schon vor knapp 20 Jahren geschrieben "Es ist falsch, eine zukünftige Überbevölkerung der Erde zu befürchten" (weil wir nämlich schon damals eine starke Überbevölkerung hatten.) Bitte lesen sie hier die Seiten 121-127 des Buches: XPERTEN 0Der AnfangGraz2004. Da das Thema so wichtig ist, und die Zahlen nicht mehr ganz stimmen werde habe ich dazu einen eigenen Beitrag "Die Bevölkerungsbombe" geschrieben. Aber, was ich seinerzeit schrieb, ist grundsätzlich richtig geblieben: Die Erde hat (optimistisch) Resourcen für höchstens 3 Milliarden Menschen bei einem "vernünftigen" Lebensstandard, d.h. es sind jetzt schon zu viele Menschen auf der Welt, auch in Österreich. Tabellen wie die folgende lassen sich leicht im Austria-Forum über die Parametereinstellungen bei der Geographie erstellen.

Bevölkerungsdichte
Länder, die dünner bevölkert sind als Österreich
Man sieht: Österreich ist deutlich dichter besiedelt als z.B. Kenya oder Honduras, doppelt so dicht wie Iran, dreimal so dicht wie die USA, sechsmal so dicht wie Somalia!

Die Bevölkerung sollte nicht unbegrenzt weiter steigen, sie steigt eine zeitlang aber ohnehin, weil in vielen Ländern der Prozentsatz derer, die noch Kinder bekommen werden so groß ist. Aber, sie muss allmählich wieder schrumpfen. Wie ich in die Schule ging hatte Österreich 6 Millionen Einwohner; jetzt steigen wir allmählich über 8 Millionen. Ich denke 4 Millionen für Österreich wären toll: Keine Staus auf den Ein- und Ausfahrten der großen Städte, Energie- und Nahrungsversorgung kein Problem, usw.

Wie lösen wir die Probleme?#

Ich habe bisher hauptsächlich Umwelthysterie geschürt. Ich habe aufgezeigt, wie vieles nicht richtig läuft. Aber ich bin nicht der einzige der das so sieht. Viele Organisationen denken ähnlich. Besonders ermutigend ist,dass viele innvoative Menschen und Firmen in den Problemen eine Chancesehen, nämlich sie zu lösen, die Problemlösungen zu exportieren und davon als Land und Firma zu profitieren. Sonst gäbe es nicht tausende erfolgreiche Firmen im Bereich Umwelttechnik, und viele davon, die mir als Grazer geläufiger sind, in der Steiermark.

Ich werde nun zunächst einige Lösungsansätze präsentieren, und zwar in der Reihenfolge, wie ich die Probleme besprochen habe.

Zu allen erwähnten Themen kann Österreich überraschend viel beitragen.

Obwohl wir ein Binnenland sind, sind auch die Ozeane von großer Bedeutung für uns, und wir können wichtige Methoden entwickeln und exportieren (wobei ich das „exportieren“ nur hier einmal stellvertretend für alle Situationen erwähne). Das beginnt mit allen Bereichen der Abfallwirtschaft und Abwasserreinigung, wobei es bis zur Reinigung oder Entsalzung von Meerwasser aufwendige Technologien benötigt.

Aber auch im biologischen Bereich (Biotechnologie), wo wir neue trocken- und hitze-resistente Pflanzen entwickeln können, oder die Sonne für das Wachstum verwertbarer Algen einsetzen (wie das etwa an der Universität für Bodenkultur, Campus Tulln, erstmals erfolgreich durchgeführt wurde) ist Österreich aktiv. Die Aquakulturen für Fische leiden in einigen Weltgegenden (z.B. im Mittelmeer) unter der Wasserqualität. Es bietet sich an, das saubere Wasser in Österreich nicht nur für traditionelle Gebirgsfische (Saibling, Forellen, Äschen) zu verwenden , oder für Karpfenzucht im Waldviertel, sondern auch für große erfolgreiche Experimente wie am Waldschacher-See im Seegut, wo es das erste Mal gelang den „Styria-Amour“ außerhalb seines normalen Lebensraumes zu züchten.

Die Züchtung von Wildtieren (Fische, Rotwild,..) stellt einen wichtigen Teil der Lebensmitteltechnologie dar, die aber auch stark auf die Qualtitätsprüfung von Lebensmitteln ausgerichtet ist.

Natürlich kann Österreich nicht direkt gegen die Erwärmung der Ozeane oder der Luft antreten, Messtechnikverfahren und der Schulterschluss mit anderen Staaten um eine befürchtete weitere Erderwärmung zu vermeiden steht uns aber gut an. Da dabei auch über schattenspendende Weltraumsegel diskutiert wird, kann das Raumfahrt know-how Österreichs einen weiteren positiven Beitrag leisten.

Bei der Luftqualität haben wir exzellente Messtechniken und viele Unternehmen, die den Ausstoß von Feinstaub und Kohlendioxyd bei der Motortechnik verringert, bzw. auf E-Mobilität zumindest im städtischen Raum setzen. Alternative Mobilitätsformen (Schwebebahnen, Travellators, …), aber auch die Entwicklung von neuen Logistikverfahren um Verkehrswege zu minimieren oder alternative Zustellungsmethoden zu entwickeln werden von mehreren Firmen in Österreich aussichtsreich verfolgt.

Bei Konzepten der Klimatisierung von Gebäuden auf der Basis neuer Isoliermethoden oder Benutzung der Erdwärme ist Österreich gut aufgestellt. Bei der Idee, anstelle von Klimatisierung zur Bekämpfung der Hitze die Kaltwasserleitungen in Schlangenform durch Wände zu führen hat die Steiermark mehrmals Pionierarbeit geleistet.

Verpackungs- und Verteilungslogistik sind ein genau so zentraler Forschungsbereich vieler österreichischer Unternehmen wie die Untersuchung, wo Elektronik und Software Vorteile bringen, und wo sie durch andere nachhaltige Methoden ersetzt werden können, wie das Thema Nachhaltigkeit (das niemand so richtig definieren kann) bei vielen Vorhaben in verschiedenen Ausprägungen eine Rolle spielt.

Die Bewältigung der angesprochenen Probleme bei der Feld- und Fruchtlandwirtschaft ist ein wichtiges Thema für viele Standorte in Österreich.

Bei dem Ausbau von Möglichkeiten für den Tourismus steht Österreich vor einer schwierigen Aufgabe. Einerseits müssen Touristen einen Anreiz haben, Österreich zu besuchen, andererseits dürfen Tourismusanlagen nicht noch mehr die Umwelt zerstören.

Gute Ansätze dazu gibt es bei Unternehmen wie der Schokoladefabrik von Zotter. Durch die interessanten Schokoladearten und den sehr originellen Garten (z.B. mit einem "Friedhof für Schokolade!") kommen dorthin bereits mehr Touristen als zur stolzen Riegersburg. Ein anderes Beispiel ist der Nationalpark Gesäuse, der mit seiner ausgereiften Multimediapräsentation alle Besuche beeindruckt, usw.

Vor einer besonderen Herausforderung steht der Wintertoursimus, der zu den entscheidenden saisonalen Zeiten an vielen Stellen nicht mehr ideale Schneeverhältnisse offerieren kann. Hier sind neue Möglichkeiten des Sportes (Winterwanderwege, Schneeschuhtouren, Spezialveranstaltugnen, ...) gefragt, sprich die Feiern und Events müssen im Winter wie im Sommer stattfinden, wobei sich Indoor-Arenen oder Thermen oder Veranstaltungsräume oder Höhlen besonders anbieten. Auch Gesamtangebote, wie wohnen im Hotel X inklusive Transport zu einer schneesicheren Abfahrt, wobei der Transport durch Kleinigkeiten (Unterhaltung, Überraschung des Tages z.B. einen Zirbenschnaps,...) aufgewertet wird könnten besonders beliebt sein.

Weiterführende Informationen zu erwähnten Themen an Hand innovativer Unternehmen in der Steiermark. #