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Mühevolle Kleinarbeit#

Text und Bilder von

Hasso Hohmann

Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von

ISG Magazin Heft 4 / 2005 (Internationales Städteforum Graz)


Mühevolle Kleinarbeit

In der steirischen Bezirkshauptstadt Bruck/Mur steht an der Ecke Mont-fort-Gasse und Erzherzog-Johann-Gasse ein im typischen Jugendstil errichtetes mächtiges drei- bis viergeschossiges Eckhaus im Verband der örtlichen Blockrandverbauung. Es wurde 1907 nach Plänen des Baumeisters Adolf Ruprecht errichtet. Inzwischen war das Haus nicht nur im Dachbereich sehr sanierungsbedürftig geworden, auch die Fassade hatte schon ein sehr verwittertes Aussehen; ganze Teile des Dekors waren heruntergefallen.

In mühevoller Kleinarbeit wurden die noch an den zerfallenen Fassaden vorhandenen Teile des Dekors vorsichtig abgenommen, um aus ihnen Formen herzustellen und damit wieder authentische Fassadenelemente nachformen zu können. Von allen Fassadenelementen gab es erfreulicherweise zumindest noch sich ergänzende Teilelemente. Heute gehört die Fassade dieses Eckhauses wieder zu den besonders reich und qualitätsvoll gestalteten Jugendstilfassaden in der Steiermark. Brück wurde hierdurch ein Prunkstück aus dieser Bauepoche zurückgegeben. Der Steiermärkische Revitalisierungsfonds hat durch die Förderung der Instandsetzung wesentlich zum Gelingen beigetragen.

Durch den Steiermärkischen Revitalisierungsfonds kann sinnvolle Beschäftigung gefördert werden, die nicht mechanisierbar ist und zugleich Kulturgut saniert und erhält, was in einem Tourismusland nicht nur für die eigene Bevölkerung wichtig ist, sondern auch die wirtschaftlich be-deutsame Tourismusbranche unterstützt.

Mühevolle Kleinarbeit

Mühevolle Kleinarbeit