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Infineon fährt in Österreich auf Rekordkurs #

Infineon Österreich ist derzeit auf einem Wachstumskurs, der selbst die gute Entwicklung im Konzern übertrifft. Auch die Aussichten für heuer sind bestens. #


Mit freundlicher Genehmigung übernommen aus der Kleinen Zeitung (Mittwoch, 7. Dezember 2016)

Von

Claudia Haase


Sabine Herlitschka
Sabine Herlitschka mit Dem Ring, der Kreditkarte ist
Foto: INFIINEON
Spielt hier jemand Pokémon Go?“ Sabine Herlitschka, Chefin von Infineon Österreich, ist nie um Beispiele verlegen, bei denen Chips des Halbleiterkonzerns eine Rolle spielen. Ohne Superserver wäre Pokemon nämlich eine lahme Ente. „Wir sind heute in fast 50 Prozent aller Server mit unseren Energiesparchips vertreten“, erklärt Herlitschka den kleinen Abstecher in die virtuelle Spaßwelt.

Die nächste „Wunderwaffe“, die in Villach mitentwickelt wurde und jetzt einen drei Milliarden Euro schweren Markt adressiert, heißt „Aurix“. Etwa so groß wie ein Zwei-Euro- Stück, soll der Mikrocontroller Infineons „Flaggschiff“ für den immer größeren Datenstrom werden, den nicht zuletzt die „Industrie 4.0“ massiv anschwellen lassen wird. Ein „Zauber“-Ring ist auch das schwarze Schmuckstück an Sabine Herlitschkas Hand. Es ist ausgerüstet mit Nearfield Communication- Technik (NFC), bei deren Entwicklung die Grazer Forschungstochter von Infineon die Finger im Spiel hatte. Bankomatkartenchip, Kreditkartenchip, Antenne – alles ist im NFC-Ring integriert.

Chips für viel umweltfreundlichere Antriebe in Autos sind ein echter Wachstumstreiber. Kommen die Elektroautos in Fahrt, wird das ein riesiger Markt. Sind in neuen Autos derzeit Halbleiter im Wert von rund 400 Dollar (374 Euro) verbaut, steigt dieser Anteil in Elektroautos auf 700 Dollar.

„Wir setzen mit Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit im Konzern auf die richtigen Themen.“ Wenn Sabine Herlitschka das bei der Präsentation der österreichischen Bilanzzahlen so selbstbewusst sagt, wird schnell klar, dass der Anteil, den Österreich zum Konzernerfolg beiträgt, immer größer wird. Das abgelaufene Jahr (Ende September) ist von Rekorden geprägt: Um 29 Prozent oder gut 410 Millionen Euro steigt der Umsatz auf 1,84 Milliarden Euro. Das Ergebnis ist mit 158,5 Millionen um vier Prozent besser ausgefallen. Einen historischen Höchstwert markieren die 412 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung.

Weltweite neue Kompetenzen, die Villach im Zuge der Rectifier- Übernahme bekommen hat, werden auch heuer für ein deutlich höheres Wachstum sorgen als jene sechs Prozent, die Infineon konzernweit geplant hat.

Allein seit August sorgte Rectifier in Österreich für 150 Millionen Euro mehr Umsatz, heuer werden es mindestens 900 Millionen mehr sein. Finanzchef Oliver Heinrich geht davon aus, dass nach der Kompetenzbündelung auch das Ergebnis stärker zulegen wird als im gesamten Konzern.

Kleine Zeitung, Mittwoch, 7. Dezember 2016