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Ein Mineral für alle Fälle #


Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von: Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH SFG


Quelle: SFG
Quelle: SFG
Die Natur stellt uns eine Vielzahl von Materialien zur Verfügung. Die meisten von ihnen können wir Menschen in irgendeiner Form brauchen. Manche von ihnen sind direkt „intelligent“. Ein Unternehmen in der Obersteiermark macht sich das zunutze.

„Klinoptilolith" ist ein Mineral vulkanischen Ursprungs, das je nach Bedarf Stoffe aufnehmen und auch wieder abgeben kann. Es ist ein Migulator, also ein mineralischer Bioregulator, der überall da eingesetzt wird, wo biologische oder chemische Prozesse stabilisiert oder reguliert werden müssen.

In alle möglichen Feinheitsgrade gemahlen und mit Zusatzstoffen versetzt, kann es eine ganze Menge. Zum Beispiel gefährliches Ammoniak binden, das bei der Biogaserzeugung anfällt und so ganz nebenbei den Gärprozess beschleunigen, was zu einer Effizienzsteigerung der gesamten Anlage führt. Abwässer werden damit gereinigt und es kann als Zusatz in Futtermitteln helfen, Nutztiere gesund zu halten und deren Leistung zu verbessern. Es bindet freie Radikale im Körper der Tiere, reduziert schädliche Keime und Schadstoffe und fördert die Entwicklung nützlicher Mikroorganismen in der Verdauung und das selbst dann noch, wenn mit den Verdauungsendprodukten in Form von Gülle der Acker gedüngt wird.

Bekannt ist dieses Mineral schon seit dem Altertum: Cleopatra mischte Klinoptilolith in ihre Schönheitsmasken. Das US-Militär verwendete es als schnell blutstillendes Mittel und in der UdSSR galt es sogar als strategischer Rohstoff. In Westeuropa war dieses Mineral lange nahezu unbekannt. Je nach Einsatzzweck wird es verschieden fein gemahlen und mit verschiedensten Zusätzen wie zum Beispiel Kalzium, Magnesium oder Eisen versetzt. Am Einsatzort, also Biogasanlage, Kläranlage, Tierkörper (um nur einige zu nennen), werden diese Zusätze dann freigesetzt und schädliche Stoffe von diesem Migulator gespeichert und auf natürlichem Wege abtransportiert. Durch seine große Oberfläche – zehn Gramm Klinoptilolith besitzt eine innere Fäche so groß wie ein Fussballfeld – ist es extrem speicherfähig.

Das heimische Unternehmen IPUS beschäftigt sich seit dem Jahr 2000 mit diesem bemerkenswerten Mineral und hat sich dessen natürliche Eigenschaften zunutze gemacht. Abgebaut wird es in der Slowakei und in der Steiermark verarbeitet.