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Bagans Pagoden beim schwerem Erdbeben vom 24. August 2016 abermals betroffen#

von Günther Jontes

Alle Bilder wurden vom Autor 2008 aufgenommen und sind Teil des Archivs „Bilderflut Jontes“

Die Stadt Bagan/Pagan liegt etwa 650 km nördlich von Myanmars/Burmas Hauptstadt Yangon/Rangun Pagan, Burma, Yangon, Burma und zählt mit ihren Pagoden zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Sie ist die historische Hauptstadt und ehemaliger Königssitz des Reiches. Auf einer Fläche von 36 km² stehen an die 2000 noch als Ziegelbauten erhaltene sakrale buddhistische Bauwerke.

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Das schwere Erdbeben vom 24. August 2016 hat an 94 Pagoden ernsthafte Schäden hervorgerufen. Die Region wird immer wieder von gefährlichen Erdstößen heimgesucht. Besonders betroffen wurden diese Kulturschätze im Jahre 1975. In Bagan befinden sich u.a. die ältesten Wandmalereien Südostasiens.

Dass Bagan trotz seiner überragenden Bedeutung noch immer nicht den Titel eines UNESCO-Weltkulturerbes trägt, hat zum Teil kulturelle, aber auch politische Gründe.

Nach dem schweren Beben von 1975 war das Militärregime bemüht, die entstandenen Schäden mit allen Mitteln zu beseitigen. Man ging davon aus, dass man der tiefgläubigen buddhistischen Bevölkerung vor Augen führen wollte, wie sehr die totalitär regierende Junta die Gläubigkeit des Volkes als politische Leidenschaften dämpfendes Mittel zu schätzen wusste. Bei den Wiederherstellungsarbeiten wurden ohne Rücksicht auf gewachsene Strukturen und Zeitstile der Pagoden zum Teil moderne Materialien wie Kunststoffe, Zement und Stahlbeton verwendet. Die internationalen wissenschaftlichen Vorgaben für Denkmalpflege wurden dabei gröblich missachtet.

Mit einer Verleihung des Ehrentitels wird wohl erst dann zu rechnen sein, wenn sich die Restaurierung der Schäden nach dem Beben von 2016 nach denkmalpflegerischen Grundsätzen orientiert.

Die Bilderfolge zeigt die Weitläufigkeit des sakral durchwirkten Territoriums und den äußeren Prunk der 1975 unsachgemäß restaurierten Pagoden.

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