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Cao Dai – eine vietnamesische Religion#


Von

Günther Jontes, 2015


Im Süden von Vietnam wurde exakt am 7. September 1926 eine neue Religion gegründet, die nach Buddhismus und Christentum mit etwa 5 Millionen Gläubigen die drittgrößte Glaubensgemeinschaft stellt. Ihr Gründer war Ngo Van Chieu, der von einer Gottheit namens Cao Dai („hoher Altar“) eine Offenbarung erhielt, die zu dieser Gründung führte. Cao Dai ist eine synkretistische Religion, in welcher zahlreiche Strömungen aus Ost und West zusammenfließen. Hohe ethisch-moralische Charakterzüge und eine ausgeprägte Hierarchie nach christlichem Vorbild zeichnen sie aus und mit ihren prunkvollen Tempeln und imposanten Ritualen sind sie mit Abstand Asiens bunteste Religion. Cao Dai hat einen Aufbau, der vom einfachen Gläubigen, über Priester, Bischöfe und Kardinäle bis zu einer Art „Papst“ geht. Hohe Verehrung genießen Buddha, Guan Yin, Jesus, Moses, Mohammed. Aber auch europäische Gestalten wie die Jungfrau von Orleans, Victor Hugo und Gaius Julius Caesar finden sich im Kanon der Rituale, die auch den Gründer der Republik China Sun Yat Sen einschließen. Religiöses Symbol ist allenthalben sichtbare „Auge der Vorsehung“. Cao Dai ist so typisch für Vietnam, dass er außer in einigen Auswanderergemeinden in den USA nirgends sonst gepflogen wird.


Alle nachstehenden Fotos stammen aus Professor G. Jontes "Bilderflut".

Cao Dai Religion
Foto: G. Jontes
Cao Dai Religion
Foto: G. Jontes
Cao Dai Religion
Foto: G. Jontes
Cao Dai Religion
Foto: G. Jontes
Cao Dai Religion
Foto: G. Jontes
Cao Dai Religion
Foto: G. Jontes