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Den Usbeken ins Gesicht geblickt#

Von

Günther Jontes

Alle Bilder stammen aus dem Archiv "Bilderflut Jontes".


1924 wurde das Khanat Usbekistan unter die kommunistische Zwingherrschaft gepresst, 1991 konnte es sich aus der Konkursmasse der Sowjetunion befreien und als Republik Usbekistan Taschkent, Usbekistan seine Unabhängigkeit erlangen. Seitdem befindet es sich im Aufwind politischer und kultureller Erneuerung. Dieser zentralasiatische Binnenstaat hat Teil an der historischen Seidenstraße, glänzt in Städten wie Samarkand Samarkand, Usbekistan , Buchara oder Taschkent Taschkent, Usbekistan . mit großartiger Architektur und Kunst. Im Mittelalter gab es hier für die Entwicklung der Weltkultur unverzichtbare Mathematiker, Astronomen und Ärzte

Die Fläche des Staatsgebietes beträgt 448.978 km², die von 31,5 Millionen Menschen bewohnt werden. Die Bevölkerungsdichte ist mit 67 pro km² geringer als die von Österreich. Weite Gebiete sind Wüste oder Steppe. Baumwolle trägt die Wirtschaft. Usbekistan ist auch ein Obstland.

Es gibt an die 100 verschiedene Ethnien, von denen 71% als eigentliche Usbeken bezeichnet werden können. Staatssprache ist Usbekisch, in einer Region auch Karakalpakisch, beides Turksprachen der östlichen Gruppe. Auch Persisch wird gesprochen. Dieses war auch die alte Bildungssprache. Unter die Völkerschaften zählen auch Tadschiken, Uiguren, Turkmenen und tausende Wolgadeutsche, die ab 1941 von Stalin in brutalster Weise hierher deportiert worden waren.

89% der Einwohner hängen dem sunnitischen Islam an, der hier in einer sehr moderaten und pragmatischen Weise auftritt. Niemandem ist der Besuch von Moscheen untersagt, jedermann ist überall willkommen. Die Burkha gibt es nicht, das Kopftuch, wenn es überhaupt getragen wird, ist eher malerisch angelegt. Die Männer tragen die schicke Tjubetaika. Man blickt in die Gesichter sich stolzer und doch freundlicher Menschen, die Interesse an ihrem fremden Gegenüber zeigen.

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Die Bevölkerung ergänzt sich aus sich selbst. Es gibt keine Zuwanderung. Fast alle Russen haben seit der Unabhängigkeit Usbekistans das Land verlassen. Es herrscht Aufbruchsstimmung, die man auch dadurch wahrnimmt, dass man ständig zum Teil aufwendige Hochzeiten beobachten kann.

Hübsche und prunkvoll aufgeputzte Bräute blicken stolz und fröhlich in die auf sie gerichteten Kameras.

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Die Sitte, seine Zähne ganz in Gold überkronen zu lassen, mag uns ziemlich barbarisch erscheinen. Wir befinden uns aber in Zentralasien, wo Gold nicht nur als Schmuck, sondern auch als physische Zier einen ganz anderen Stellenwert genießt als bei uns. Wie stolz sie uns doch anlachen, uns, bei denen Goldzähne längst aus der „Mode“ gekommen sind!

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