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Fossilien
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Fossilien sind die Reste von Lebewesen aus früheren Erdzeitaltern, aber auch Spuren von Tieren, die "versteinert" wurden.
Der größte Teil der Überreste von Tiere und Pflanzen wird aufgefressen, verdaut und dadurch zerstört. Aber auch wenn diese Reste bereits versteinert sind, zerstören Erosion, chemische Auflösungsprozesse und Gesteinsumwandlungen viele Fossilien. So bleibt nur ein Bruchteil als Fossil erhalten.
Damit es zur Bildung von Fossilien kommt, sind besondere Voraussetzungen erforderlich. Trockenheit, Kälte oder Sauerstoffabschluss ermöglichen den weiteren Erhalt dieser Überreste ehemaligen Lebens. Bei der Versteinerung wird das biologische Material durch Mineralien ersetzt. Dadurch entsteht ein Abbild des früheren Lebewesens.

Enzenk_Holz_Enz.JPG
Wolfgang Danninger
Dieses "versteinerte Holz" hat noch die Struktur des einst lebenden Holzes, aber die organischen Bestandteile sind durch andere Mineralien, überwiegend Quarz ersetzt worden. Mit diesem "Holz" kann man Funken erzeugen, wenn man es gegen einen anderen Kieselstein schlägt.

Crassatella_crassa2_A.JPG
© Wolfgang Danninger
Es kann aber auch nur der innerere Abdruck eines Lebewesens wie bei dieser Muschel versteinert werden. Die Muschelschale wurde später aufgelöst. Es handelt sich dabei um einen Steikern einer Muschel, von dem die Art schwer bestimmbar ist, außer es ist auch der Abdruck der äußeren Schalenstruktur erhalten geblieben.
Der kleine Stiel, der vom Steinkern herausragt ist das Bohrloch in der Muschelschale, das genauso wie das Muschelinnere mit Sediment ausgefüllt wurde und dann versteinert wurde. Die Länge dieses Stiels gibt die Dicke der Schale an. Diese Muschel war das Opfer einer räuberischen Schnecke, die die Muschel angebohrt und dann verspeist hat.