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Gartensalbei Salvia officinalis L.#

Familie Lamiaceae Lippenblütler
Gattung Salvia L. Salbei

Gartensalbei Salvia officinalis L
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Salbei
Gartensalbei
© Wolfgang Danninger

Name und Geschichte: Die botanische Bezeichnung Salvia wurde vom lateinische salvere retten abgeleitet. Auch das deutsche Wort Salbei hat wie das englische Wort "sage" oder das französische Wort "sauge" diese Wurzeln.
Erwiesen ist die Kultur in Mitteleuropa seit dem Mittelalter. Ob die Römer bereits Salbei bei uns kultiviert haben ist bisher nicht bewiesen.

Beschreibung: Es handelt sich um ein niedriges bis ca 60 cm hohes Gehölz, das aus dem Mittelmeerraum stammt. Die Blätter sind graugrün und schmecken etwas herb. Die Blüten sind lila.

Kultur: Der Gartensalbei ist in Mitteleuropa recht winterhart. Die Wildform hat blaulila Blüten. Es gibt auch Sorten mit weißen und mit rosa Blüten.
Neben diesen Farbvarianten der Blüten wurden auch einige Sorten mit unterschiedlichen Blattfarben gezüchtet, die jedoch nicht die Winterhärte der Wildformen haben und bei uns in strengeren Wintern zurück- oder völlig ausfrieren.
Vermehrung durch Aussaat oder Stecklinge.

Verwendung: medizinisch aber auch wegen der grauen Blätter interessante Gartenpflanze. Der Gartensalbei war ein im Mittelalter sehr geschätztes Heilkraut. In der Schola salernica (um 1330 n Chr) steht geschrieben, warum soll ein Mensch sterben, wenn Salbei im Garten wächst. Heute erscheint diese Behauptung stark übertrieben. Salbei wird aber noch immer medizinisch bei Entzündungen im Hals- und Rachenbereich und zur Festigung des Zahnfleisches verwendet. Er wird als Tee gegurgelt bzw. getrunken, wer den Geschmack mag. Die frischen Blätter können auch gekaut werden.
Vor allem in der italienischen Küche ist er ein beliebtes Würzkraut.
Salbei wird auch als Badezusatz verwendet.

Sorten:
Salvia officinalis Icterina: Blätter gelbgrün
Salvia officinalis Purpurascens: Blätter lila
Salvia officinalis Tricolor: Blätter graugrün, lila, gelb
Salvia officinalis Variegata: vor allem am Rand gelblich gefärbte Blätter

Darüberhinaus gibt es weitere Züchtungen mit unterschiedlicher Blattgröße und Pflanzenhöhe.