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Rosa sp Wildrosen
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Gegenüber den Edelrosen spielen heute die europäischen Wildrosen außer in naturnahen Gartenanlagen und bei Heckenpflanzungen ein Dornröschen-Dasein.
Es ist aber anzunehmen, dass früher in den Gärten Auslesen heimischer Wildrosen kultiviert wurden. Wegen ihrer Frosthärte sind sie vor allem in raueren Gegenden erhalten geblieben. In den raueren Zonen Skandinavien sind sie noch immer beliebte Gartenrosen, in manchen Teilen sogar die einzigen Rosen , die dem harten Klima trotzen. Der 66. Breitengrad markiert das Ende des Verbreitungsgebietes von Gartenrosen. An der finnisch schwedischen Grenze gedeiht noch nördlich dieser Linie die Rose Tornedal.
heimische Wildrosenarten und -sorten:

Rosa canina, die Hundsrose
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Rosa_canina_Hagebutten
© Wolfgang Danninger
Verbreitung:
Sie hat mit ihrem großen Verbreitungsgebiet über weite Teile Europas, Kleinasiens und des westlichen Nordafrikas über 60 Varietäten ausgebildet. In Gartenkultur gibt es nur wenige Formen. Die wohl berühmteste Hundsrose in Kultur ist die 1000jährige Rose am Dom von Hildesheim.
Sorten: Rosa canina var inermis, eine stachellose Form, die hauptsächlich als Unterlage für Edelrosen dient.
Kiese 1910

Rosa arvensis, die Feldrose.
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Rosa_arvensis_plena
"Plena" © Wolfgang Danninger
Rosa_Ayrshire
Ayrshire Rose © Wolfgang Danninger

Verbreitung: Diese Kletterrose wächst wild von Irland bis nach Mazedonien.
Sorten:
Rosa arvensis Plena, die gefüllte Form der Feldrose
Rosa arvensis Rubra Plena (Miller´s Climber) halbgefüllt
Rosa arvensis var capreolata (Ayrshire Rosen) Die meisten Ayshire Rosen sind heute ausgestorben.
Noch im Handel ist Ayrshire Queen, eine duftlose, gefüllte Rose, rosa blühend, 1835 entstanden.
Venusta pendula rosa, duftlos, halb gefüllt , starkwachsend,1928 von Kordes wieder eingeführt.
Splendens ( myrtle scented rose) kleine rosa Blüten, leicht gefüllt.

Rosa gallica, die Essigrose
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Die Essigrose
ist in Mittel- und Südeuropa, auf der Krim und am Ostufer des Schwarzen Meeres heimisch.

Rosa majalis J.Herrm. Mai- oder Zimtrose#

Rosa_majalis
© Wolfgang Danninger

Vorkommen:Sie wächst in den Alpen und hat ein weites Verbreitungsgebiet vom Baltikum bzw von Skandinavien bis Sibirien.

Kultur: Gute Gartenerde, , sonniger Standort

Verwendung:Heckenpflanze, Naturgarten

weitere Sorten:
Rosa majalis Plena, Blüte rosa, gefüllt, 1561 von Gessner erwähnt
Foecundissima, Blüte rosa gefüllt, 1596
Tornedal Benannt nach dem Fluss Tornea an der schwedisch-finnischen Grenze

Rosa rubiginosa, die Weinrose oder Schottische Rose#

Rosa_rubiginosa
© Wolfgang Danninger
Verbreitungsgebiet: Eine europäische Art, die bis zum 61. Breitengrad vordringt. Auffallend ist der zarte Apfelduft des Laubes, daher wird sie auch als Apfelrose bezeichnet und mit der asiatischen Apfelrose Rosa rugosa oder der europäischen Apfelrose Rosa villosa oft verwechselt.
Sie wurde in England als Kreuzungspartner für Bourbonrosen verwendet.
Sorten:
Duplex , halbgefüllt, duftet etwas,seit 1629 in Kultur
Magnificum, halbgefüllt,seit 1916
Kreuzungen:
Fritz Nobis, gefüllt, rosa,1940
Lady Penzance (x foet.bic) 1894
Lord Penzance (x harris ) 1894

Rosa villosa, die Apfelrose
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rosa_villosa
© Wolfgang Danninger
Rosa_villosa_Duplex
Duplex © Wolfgang Danninger
Rosa_villosa
Hagebutten Wolfgang Danninger

Verbreitungsgebiet: Sie wächst in den Gebirgen Europas und um das Schwarze Meer
Sorten:
Duplex (Wooley Dod´s Rose) rosa halbgef. Vor 1770 entstanden.

Rosa pendulina, die Alpenrose.
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Rosa_pendulina
©Wolfgang Danninger
Rosaxreversa
Reversa ©Wolfgang Danninger
Verbreitungsgebiet Wie der deutsche Name vermuten lässt, kommt sie in den Alpen vor, aber auch in den Pyrenäen und den Gebirgen Osteuropas.
Sorten:
Rosa pendulina var inermis (Morlettii Rose) 1883
Bourgogne 1983 aus einer Kreuzung zwischen Hundsrose und Alpenrose gezüchtet.
Reversa: unbekannte Kreuzung mit einer Alpenrose aus dem 19. Jahrhundert. Die Drüsen an den Früchten duften intensiv nach Harz.

Rosa pimpinellifolia Bibernellrose
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Werden in einer Extraseite vorgestellt.\

Rosa glauca Rotlaubige Rose
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Sie ist in den montanen und subalpinen Gebüschen der Alpen, Vogesen und des Jura heimisch.
Nova , halbgefüllt 1956 in Nordschweden entstanden.

nicht heimische Wildrosen
Außereuropäische Wildrosen sind gar nicht so selten in Gärten oder Parks zu finden:

Rosa multiflora Büschelrose
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Rosa_multiflora
© Wolfgang Danninger
Rosa_multiflora
© Wolfgang Danninger

die Büschelrose fühlt sich bei uns recht wohl. Sie sät sich sogar aus. Ihre Blüten sind zwar klein, aber durch ihre große Zahl, ist sie eine auffallende Rose, nicht nur zur Blüte sondern auch durch ihre vielen Hagebuten.
Rosa multiflora Gene sind in Kletterrosen und auch in den Polyantha Rosen ehthalten. Das lateinische Wort multiflora bedeutet vielblütig und entspricht dem Polyanthos aus dem Griechischen.
Multiflora Rosen blühen weiß, Züchtungen haben auch rosa oder rote Blüten. Die Bestachelung variiert ebenfalls. Es gibt stachellose bis enorm bestachelte Sorten.

Rosa rugosa Kartoffelrose, Apfelrose#

Rosa_rugosa
© Wolfgang Danninger

Rosa_Grootendorst
Nelkenrose Grootendorst © Wolfgang Danninger

Geschichte: Diese Rosa stammt aus Japan und wurde 1784 erstmals erwähnt.
Kultur: Problemlos, daher wird sie auch gerne an Straßenrändern gesetzt. Sie bildet starke Wurzelausläufer. Die Anzahl der Sorten ist sehr groß. EIne an Nelken erinnernde Form haben die Blüten von Grootendorst, die Nelkenrose. Es gibt sie mit weißen und rosa Blüten.

Rosa virginiana Virginia Rose#

Rosa_virginiana
© Wolfgang Danninger
Rosa_virginiana
© Wolfgang Danninger

Geschichte: Diese Rosa stammt aus Nordamerika. Sie ist sehr ähnlich Rosa caroliniana, wird auch oft mit dieser verwechselt.
Kultur: Problemlos, wird etwa 1,2 m hoch, schöner Herbstschmuck durch die vielen Hagebutten.

Rosa omeiensis Vierblättrige Rose#

Rosa_omeiensis
© Wolfgang Danninger

Name und Geschichte: Diese Rosa stammt aus China, wo sie Anfang des vergangenen Jahrhunderts entdeckt wurde.Der Name omeiensis ist von der Fundregion abgeleitet. Sie wurde auch als Rosa sericea bezeichnet.
Beschreibung: Sie blüht als eine der ersten Rosen. Auffallend sind die vier Blätter der Blüten. Alle anderen Rosen haben fünf Blütenblätter.
Kultur: Diese Rose wird etwa 2 m hoch, sie ist in rauen Lagen etwas frostempfindlich. In Kultur ist meistens nicht die Wildart sondern die Varietät pteracantha, die sogenannt Stacheldrahtrose mit den auffallenden Dornen.