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Isidor Weinberger
Isidor Weinberger, Portrait, Naturhistorisches Museum Wien, Mineralogisch-Petrographische Abteilung

Weinbergerit#


Formel: (NaAlSiO4•3FeSiO3)


Das Alumosilikat Weinbergit ist ein seltenes Meteoritenmineral.

Vorkommen: im Meteoreisen von Kodaikanal, Indien

Name: Benannt nach Isidor Weinberger (1837, Wien - 15.8.1915, Wien) Weinberger kam in jungen Jahren als Beamter einer ungarischen Staatseisenbahngesellschaft nach Dognacska im Banat. Hier erweckten die reichen Erzbergbaue seine Liebe zur Mineralogie und er legte sich schon sehr früh eine Sammlung an. Gemeinsam mit Karl Wittgenstein erwarb er in Böhmen ein stillgelegtes Eisenwerk, das sie bald wieder in starken Betrieb brachten. Zu seinem ansehnlichen Vermögen brachte es Weinberger durch späteren Verkauf der Haldengrundstücke, auf denen die Thomasschlacke als ein wertvolles Nebenprodukt erkannt wurde. Als Präsident der Böhmischen Montangesellschaft erwarb er deren Aktien, sowie Aktien der Prager Eisenindustriegesellschaft. Er besaß eine der hervorragendsten Privatsammlungen Österreichs. Nach dem 1. Weltkrieg erwarb Hans J. Karabacek (1878-1963) die Sammlung Weinberger. Heute ist sie in der Sammlung der Universität Harvard in Cambridge integriert. Als Gründungsmitglied hat Weinberger die Wiener Mineralogische Gesellschaft und die Wissenschaft uneigennützig unterstützt und gefördert. Im Vorstand war er bis 1908 tätig. Durch wertvolle Geschenke hat er vor allem die Meteoritensammlung aber auch die Edelsteinsammlung des Naturhistorischen Museums wesentlich bereichert. Von der Gesellschaft wurde er deshalb 1904 zum Ehrenmitglied gewählt.

Literatur zur Person:
Berwerth, F. (1914): Isidor Weinberger †.- TMPM,33,520-522.

Literatur zm Mineral:
Berwerth, F. (1906): IX. Das Meteoreisen von Kodaikanal und seine Silikatausscheidungen.- TMPM, 25, 179-198.
Neuerburg, G.J. (1946): A preliminary note on the exclusively meteoritic minerals.- Popular Astronomy, Vol.54,248-251. Elektronische Version