unbekannter Gast

21er haus - Museen - Kunst und Kultur

21er haus#

1030 Wien, Schweizergarten Zeige '1030 Wien, Schweizergarten' auf einer Karte

Bild '21_1'
Nach dreijähriger Umbauzeit und mit Kosten von rund 32 Mio. Euro erhielt Wien im Herbst 2011 ein neues Museum: das "20er Haus" im Schweizergarten wurde zum "21er Haus". Damit stehen dem Belvedere 2.275m2 zusätzliche, vollklimatisierte Ausstellungsfläche zur Verfügung. Den Schwerpunkt der Präsentation bildet die österreichische Kunst seit 1945 im internationalen Kontext. Außerdem beherbergt das neue Museum die Schausammlung der Wotruba-Stiftung (Fritz Wotruba, 1907–1975), und die Artothek des Bundes.

Das Gebäude wurde 1958 vom österreichischen Architekten Karl Schwanzer (1918 - 1975) als temporärer Ausstellungsraum für die Weltausstellung in Brüssel errichtet: „...mit minimalem Aufwand sollte maximaler Effekt erzielt werden.“ Die Architektur des Pavillons schien zu schweben. Er war in Leichtbauweise konzipiert, das Obergeschoß mit 40 mal 40 Metern stand ausschließlich auf vier Stützen. Für den zukunftsweisenden und technisch innovativen Entwurf erhielt Schwanzer 1958 den Grand Prix d’Architecture. Nach dem Ende der Weltausstellung baute er die Stahlskelettkonstruktion für museale Zwecke um, wobei das Erdgeschoß verglast, der Hof überdacht und die Fassaden maßgeblich verändert wurden. 1962 eröffnete man das Gebäude als Museum des 20. Jahrhunderts im Schweizergarten. Es diente dem Museum Moderner Kunst als Ausstellungshalle, bis die Sammlung Ende 2001 in das "Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig" im Museumsquartier umzog. Im Frühsommer 2002 wurde das Haus an das Belvedere übergeben und später nach dem Konzept von Architekt Adolf Krischanitz, einem Schüler Schwanzers, adaptiert.

Bild '21_2'

Adolf Krischanitz legte sein Hauptaugenmerk auf die städtebauliche Komponente, indem er den vorgelagerten Bereich zu einem Atrium absenkte. Durch die Freilegung des Untergeschoßes entstanden Räume für die Schausammlung der Wotruba-Stiftung, ein Café-Restaurant mit Gastgarten und ein Kinderatelier. In einem zweiten Untergeschoß fand die Artothek ihre neue Heimstätte. In der Breite des Vorhofes wurde der Anlage ein sechsgeschoßiger Turm beigestellt, der den erweiterten Bedarf an Flächen für Büros und Verwaltung abdeckt und als weithin sichtbares Signal wirkt.

Homepage

hmw