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Jahresausstellung des Stiftsmuseums Klosterneuburg, bis 15.November 2016

Der Erzherzogshut - 400 Jahre Krone für Österreich#

Bild 'AF Hut9'
Statue Hl. Leopold um 1740, Mosaikentwurf von Maximilian Lenz, 1904
Bild 'AF Hut5'
Kaiserliche Tafel
Einholung des Hutes, beim Schottentor
Hochamt im Stephansdom
Überbringung des Erzherzogshutes, 1835
Erbhuldigungszug, Diorama
Bild 'AF Hut16'
Bild 'AF Hut17'
Torte zur Ausstellungseröffnung
Bild 'AF Hut2'
Bild 'AF Hut3'
Bild 'AF Hut10'
Im Kinderatelier
Bild 'AF Hut15'
Markus Redl: Schall und Rauch, 2015
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Alle Fotos: (c) Doris Wolf, 4.3.2016

Der Österreichische Erzherzogshut in der Schatzkammer des Stiftes Klosterneuburg feiert 2016 sein 400-jähriges Jubiläum. 1616 übergab Erzherzog Maximilian III. den Hut dem Stift – als heilige Krone des Landes sollte er immer in unmittelbarer Nähe zu den Reliquien des Landesheiligen Leopold aufbewahrt werden – und wird es bis zum heutigen Tage. Nur zur Amtseinführung eines neuen Erzherzogs durfte der Hut zur Erbhuldigung nach Wien gebracht werden. Diese Zeremonie, bei der sich barocke Repräsentation von ihrer prächtigsten Seite zeigte, wurde zehn Mal abgehalten – das letzte Mal 1835 für Kaiser Ferdinand I. Seinen letzten offiziellen Auftritt hatte der Hut 1989 beim Begräbnis von Zita, der letzten Kaiserin von Österreich.

In kaum einem anderen Objekt des Stiftes Klosterneuburg sind sakrale und politische Bedeutung derart eng miteinander verwoben. Kaum ein anderes Objekt weist auch einen derartigen materiellen Wert auf – alles, was hier verarbeitet wurde, ist von erlesenster Qualität: Gold, Email, Edelsteine, Perlen, Samt und Hermelin.

Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte und Bedeutung des Hutes. Vorgestellt werden die Person des Stifters Maximilian III., Großmeister des Deutschen Ritterordens und Regent von Tirol, und des Landesheiligen Leopold, des himmlischen Schutzherrn der Stiftung. Ausführlich behandelt wird die Erbhuldigung mit ihrem typisch barocken Zeremoniell. Da die Erbhuldigungen für Joseph I., Karl VI. und Maria Theresia in großen Kupferstichwerken außerordentlich gut dokumentiert sind, kann man alle Stationen des Festzuges und die zahlreichen Ehrenämter, die dabei in Funktion waren, Revue passieren lassen.