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Madness & Modernity. Kunst und Wahn In Wien um 1900
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Sanatorium Steinhof, Erwin Pendl 1907,  ©  Wien Museum

Hand in Hand mit dem Aufbruch Wiens zur modernen Stadt gingen um 1900 das Gefühl, in "nervösen Zeiten" zu leben, die Angst vor (aber auch das Interesse an) psychischen Erkrankungen. Am prominentesten sind die Erkenntnisse und Werke von Sigmund Freud, sie waren aber nicht die einzigen. Die Ausstellung „Madness & Modernity. Kunst und Wahn in Wien um 1900“ wurde von der Wellcome Collection in London übernommen. Sie gliedert sich in sechs Abschnitte:

  • Aspekte des Wahnsinns im 18. Jahrhundert: Gezeigt werden die von Franz Xaver Messerschmidt geschaffenen "Charakterköpfe" und der 1784 unter Kaiser Joseph II. im Wiener Allgemeinen Krankenhaus errichtete „Narrenturm“ zur besseren Unterbringung geistig Kranker.
  • Um 1900 moderne psychiatrische Krankenhauser: 1907 wurde Heil- und Pflegeanstalt Am Steinhof als damals größtes und modernstes psychiatrisches Krankenhaus Europas eröffnet.
  • Therapeutische Ansätze: Für Erholungsaufenthalte außerhalb der Stadt gestaltete Josef Hoffmann 1904/05 das Sanatorium Purkersdorf. Zur selben Zeit wirkte Sigmund Freud in der Berggasse 19. Eine Rekonstruktion seiner berühmten Couch mit Teppich und Pölstern als Londoner Leihgabe bildet das Highlight der Ausstellung.
  • „Kunst und Wahn“ am Beispiel von Egon Schieles Selbstportraits.
  • Porträtkunst um 1900. Die Darstellung von Personen, die als „krank“ oder „verrückt“ galten, wurde von Künstlern wie Oskar Kokoschka publicity-wirksam eingesetzt.
  • Künstlerische Arbeiten von Insassen psychiatrischer Anstalten vor dem Ersten Weltkrieg, Werke des ehemaligen Porzellanmalers Josef Karl Rädler und einer anonymen „Frau St."


Im Unsichtbaren Wien. Fotonotizen von Gerhard Roth#

©  Wien Museum

Gerhard Roth, 1942 in Graz geboren, lebt seit 1986 in Wien. In den späten 1980er- Jahren begann er für das ZEITMagazin über Wien zu schreiben, 1991 veröffentlichte er den Essayband „Eine Reise in das Innere von Wien“, der den siebenbändigen Zyklus „Die Archive des Schweigens“ abschloss. Ziel seiner Spurensuche waren stets „verborgene“ Orte.

Bei seinen akribischen Recherchen hat der Schriftsteller immer die Kamera mit, um „Fotonotizen“ anzufertigen, die er als "Erinnerungsspeicher", nicht als Kunstwerke, betrachtet. Insgesamt hat Roth über 20.000 Aufnahmen in Wien und Umgebung gemacht, von Schauplätzen und immer wiederkehrenden Motiven wie Mauerflecken, Krähenspuren, Eisblumen und andere „Mikrostrukturen“.

Die Auswahl in der Ausstellung umfasst folgende Orte und Institutionen: Kunsthistorisches Museum, Naturhistorisches Museum, Josephinum, Pathologisch-anatomisches Bundesmuseum (Narrenturm), Uhrenmuseum, Zentraldepot des Wien Museums, Sigmund Freud Museum, Museum des Blindenwesens, k. u. k. Hofkammerarchiv, Jüdischer Friedhof Seegasse, Friedhof der Namenlosen, Haus der Künstler in Gugging, Flüchtlingslager Traiskirchen, Heldenberg. Zu allen Schauplätzen wurden für die Ausstellung Originalobjekte ausgewählt, zu sehen sind unter anderem ein Stockbett aus Traiskirchen, Wachspräparate aus dem Josephinum, bemalte Steine von August Walla, eine Lebendmaske von Joseph II, Radetzkys Säbel und ein bronzenes Tintenfass in Taschenkrebsform aus der Kunst- und Wunderkammer der Habsburger.

Zur Ausstellung erscheint im Christian Brandstätter Verlag der Fotoband „Im unsichtbaren Wien. Fotonotizen von Gerhard Roth“ mit ca. 700 Abbildungen und Textbeiträgen von Daniela Bartens, Martin Behr, Gerald Lind und Kristina Pfoser.


Stadtalphabet - Wien von A bis Z - Eine Präsentation von Martin Ulrich Kehrer #

©  Wien Museum

Der Linzer Grafikdesigner Martin Ulrich Kehrer beschäftigt sich seit Jahren mit Schrift im öffentlichen Raum und sammelt typografische Fundstücke aus aller Welt. Auch in Wien stöberte Kehrer seit 2005 in allen Bezirken zeittypische und unverwechselbare Fassadenbeschriftungen und Aushängeschilder von Geschäften auf und machte dabei über 2500 Fotos. Das Wien Museum präsentiert eine Auswahl von Buchstaben und Schriftzügen aus der Stadt. Neben 26 Fotografien der Geschäftsschilder zeigt sie 26 Betonplatten, in denen jeweils ein typischer Buchstabe daraus abgegossen wurde. So entsteht ein Design-Parcours mit typografischem wie topografischem Reiz, der dazu einlädt, mit offenen Augen durch Wien zu gehen. Für Nostalgiker, Schriftfreunde und Stadtflaneure.


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