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working_world.net – Arbeiten und Leben in der Globalisierung

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Dampfhammer, Foto: P. Diem
Dampfhammer
Das Museum Arbeitswelt, in einem stilvoll revitalisierten Fabriksgebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts direkt am idyllischen Steyr-Fluss gelegen, konnte sich in den vergangenen Jahren mit seinen umfangreichen Ausstellungen, Projekten und Veranstaltungen zu gesellschaftlich relevanten Themen als international anerkanntes Kulturzentrum etablieren.

Mit seiner aktuellen Ausstellung „working_world.net – Arbeiten und Leben in der Globalisierung” vollzog die bereits seit zwanzig Jahren bestehende Kultureinrichtung einen richtungweisenden Schritt ins 21. Jahrhundert. Ein völlig neues und in Europa einzigartiges Ausstellungskonzept macht dem Besucher den ergebnisoffenen Globalisierungsprozess der Arbeitswelt nicht nur intellektuell fassbar sondern mit allen Sinnen erlebbar. Im Mittelpunkt des Interesses stehen nicht mehr die Fragen nach dem Woher der Arbeitsgesellschaft sondern jene nach dem Wohin, nach den Mechanismen der immer dichter werdenden internationalen Verflechtung von Produktion und deren Auswirkungen auf Arbeit, Leben und Gesellschaft.
In elf Themenbereichen wird aktuellen Fragestellungen zu Gegenwart und Zukunft unserer Arbeitswelt in zeitgemäßer und erlebnisreicher Form nachgegangen.
Was bedeutet weltweite Arbeitsteilung?
Wie funktioniert Börse?
Was ist eine Ich-AG?
Welche Rolle spielt die Stadt Steyr als Global Player?
Wo liegen die Wurzeln gegenwärtiger und zukünftiger Entwicklungen?
Welche Chancen biete die Wissensgesellschaft?
Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus?
Welche Chancen tun sich auf, welchen Problemen und Gefahren gilt es zu begegnen?

Beim Durchwandern der Ausstellung eröffnen sich den Besucherinnen und Besuchern Fenster in die globale Welt, durch die sie vieles erfahren, manches durchschauen und einiges besser verstehen können. Entsprechend den Schwerpunktthemen der Präsentation sind die einzelnen Bereiche sehr unterschiedlich gestaltet, reichen von der Fabrikshalle mit originalen Transmissionsmaschinen aus der Automobilproduktion und einem originalgetreu gestalteten Arbeiterwirtshaus der 1930er Jahre, über eine eindrucksvolle Filmhalle, Räume mit interaktiven, multimedialen Erlebnisräumen bis zu Abschnitten mit traditioneller Bild- und Textabwicklung.

Neben der innovativen Architektur beeindrucken besonders die Beiträge elf international renommierter KünstlerInnen – wie etwa Valie Export oder Ingo Günther – , die mit ihren speziell für die Ausstellung kreierten Werken den einzelnen Themenräumen atemberaubende Dichte verleihen. So konnte ein Ausstellungsort geschaffen werden, der ein völlig neues Universum der Wissensvermittlung eröffnet.


Hinterdrehbank, Foto © P. Diem
Hinterdrehbank - Foto © P. Diem

Wirtshaus innen, Foto © P. Diem
Wirtshaus innen - Foto © P. Diem

Fließbandarbeit, Foto © P. Diem
Fließbandarbeit - Foto © P. Diem