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Österreichisches Museumsgütesiegel, © http://www.museumsguetesiegel.at

Heimatmuseum Stadt Pregarten #

4230 Pregarten /Oberösterreich, Stadtplatz 13

Das 2010 und 2013 völlig neu gestaltete Museum Pregarten präsentiert sich mit den Schwerpunkten Keramik und Weberei. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte und die Produkte der "Ersten Oberösterreichischen Steingutfabrik Prägarten", die von 1905 bis zur Stilllegung im Jahre 1925 im heutigen Kulturhaus Brückmühle ansässig war. Für die Firmengründung waren neben der günstigen Verkehrslage durch die bereits 1872 vollendete Eisenbahnlinie Linz-Budweis, die Wasserkraft der Feldaist sowie die nahen Rohstoffvorkommen - Kaolin, Ton und Sand - ausschlaggebend. Kohle für den Brennofen wurde hauptsächlich aus Tschechien eingeführt. In Zeiten großer Nachfrage waren in der Steingutfabrik bis zu 100 Mitarbeiter beschäftigt. Ein Teil der Produktion ging, mit den entsprechenden fremdsprachigen Aufschriften versehen, in die Kronländer der Monarchie und nach England. Für einen gehobenen Kundenkreis waren neben Tafelgeschirr diverse "Haushaltsgarnituren" im Programm.

Seit 2013 sind im Museum Pregarten die Funde aus der Flur "Bachsteiner Tannen" aus Unterweitersdorf zu besichtigen. Im Zuge des Baus der Schnellstraße S10 wurden Hügelgräber aus der späten Bronzezeit, etwa 1300 - 1100 v. Chr. freigelegt. Insgesamt waren 14 Grabhügel sichtbar, mit einem Durchmesser bis zu 25 m und einer Höhe bis zu 2 m. Es waren Brandbestattungen mit Grabbeigaben.

Darüber hinaus informiert das Museum über die Geschichte Pregartens von den jungsteinzeitlichen Anfängen, die zahlreichen Münzfunde und die erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1230 bis hin zur engen Verbindung als Webermarkt und zur Stadterhebung in jüngster Zeit. Moderne elektronische Medien ermöglichen einen Einblick in das vereinseigene Bildarchiv der vergangenen 130 Jahre. Ein eigener Sonderausstellungsraum ermöglicht, jedes Jahr ein neues Thema zu präsentieren.

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