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Österreichisches Museumsgütesiegel, © http://www.museumsguetesiegel.at

Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim#

4072 Alkoven/Oberösterreich, Schlossstraße 1 4072 Alkoven, Schlossstraße 1


Schloss Hartheim, einer der bedeutendsten Renaissancebauten Oberösterreichs, wurde um 1600 mit einem Arkadenhof errichtet und 1898 dem OÖ. Landeswohltätigkeitsverein zu wohltätigen Zwecken geschenkt. Ordensschwestern betreuten geistig und mehrfach behinderte Menschen. 1938/39 enteigneten die Nationalsozialisten das Schloss und bauten es zu einer Euthanasieanstalt um. Zwischen 1940 und 1944 wurden hier nahezu 30.000 Menschen ermordet. 1948 erhielt der OÖ. Landeswohltätigkeitsverein seinen Besitz zurück. 1968 wurde das Institut Hartheim gegründet und 1969 im Schloss eine Gedenkstätte eingerichtet. Man kam zur Überzeugung, dass dieses nicht länger für Wohnzwecke genutzt werden sollte. 1999 begann die Renovierung des Schlosses, das seit 2003 als Lern- und Gedenkort dient, in dem die Gedenkstätte und die Ausstellung zum Thema „Wert des Lebens“ untergebracht sind. Im Zentrum des Ausstellungsprojekts steht der Umgang der Gesellschaft mit behinderten Menschen. In die Gedenkstätte für die Opfer der NS-Euthanasie 1940-1944 sind die Tötungsräume als "authentische Orte" einbezogen.

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