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Österreichisches Museumsgütesiegel, © http://www.museumsguetesiegel.at

Liszt-Haus Raiding (Landesmuseum Burgenland)#

7321 Raiding, Lisztstraße 46 7321 Raiding, Lisztstraße 46


Das historische Geburtshaus von Franz Liszt (1811-1886) ist ein Teil des ehemaligen Meierhofs der Fürsten Esterházy. Als Museum bildet es den authentischen Rahmen, um die Entwicklungdes jungen Virtuosen darzustellen. Neben Liszts Herkunft aus Raiding wird seine Zeit als ‚Wunderkind‘ in Wien und Paris beleuchtet. Einblick bekommt man auch in die glühende Religiosität seiner Jugend, in seine beiden wichtigen Frauenbeziehungen zu Marie d’Agoult und Carolyne zu Sayn-Wittgenstein und seinen Lebensabend als Abbé Liszt. Eine Reproduktion des Taufbeckens, in dem Liszt getauft wurde, ein Erard-Flügel, auf dem er gespielt hat, sein Reisealtar und ein Soutane-Kragen, sowie Briefe seiner Lebensgefährtin Carolyne, in denen sie über die Ehepläne und deren Scheitern berichtet, veranschaulichen Liszts facettenreiche Persönlichkeit.

Neben dem historischen Gebäude wurde 2006 ein moderner, akustisch herausragender Konzertsaal errichtet, in dem das Liszt Festival Raiding seine Heimat hat. Im öffentlichen Raum des Konzertsaales erfolgt eine Begegnung mit dem ‚Star‘ und Geschäftsmann Liszt. Marketing, Merchandising und Starkult waren bereits feste Bestandteile des Virtuosentums des 19. Jahrhunderts. Im Zentrum steht der ‚Blaue Salon‘, jenes Zimmer im Wiener Schottenhof, das Liszt bei seinen Aufenthalten in Wien nutzte und das bis heute eine Schatzkammer an Gedenk- und Kultobjekten darstellt.