unbekannter Gast

Museum Humanum#

3844 Waldkirchen an der Thaya / Niederösterreich, Fratres 11

1968 begann der Politikwissenschaftler, Journalist, Schriftsteller und Übersetzer Dr. Peter Coreth seine anthropologische Kunstsammlung. 1997 eröffnete er in einem alten Gutshof in Fratres im nördlichen Waldviertel, nächst der tschechischen Grenze, sein Museum Humanum. Dieses umfasst hunderte Kleinplastiken, Kultgegenstände, Insignien, Amulette und Werkzeuge aus fünf Kontinenten und 30.000 Jahren. Gegenüberstellungen sollen das Interesse für Fremdes wecken und den Blick auf Gemeinsames lenken.

Das Thema der Dauerausstellung "Tierbild - Götterbild - Menschenbild" gliedert sich in mehrere Motivgruppen. Im Kulturvergleich werden archetypische Bildmotive (Frauen-Idole und Frau mit Kind), Transformationen des Menschenbildes und Tierbilder präsentiert. Weiters behandelt die Schau den ikonographischen Topos "Der Nimbus" und den mythologischen Topos "Das Atlasmotiv". Schließlich werden "Pathosformeln als universelle Ausdrucksgebärden der Kunst" vorgestellt.

1995 gründete Coreth die Kulturbrücke Fratres, die sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zunächst auf österreichisch-tschechische Verständigung abzielte. Inzwischen versteht sich der Verein am Museumsstandort als offenes Forum für grenzüberschreitende Kulturarbeit und Begegnungsstätte für Kulturschaffende aus verschiedenen Teilen Europas.

Homepage

hmw