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Österreichisches Museumsgütesiegel, © http://www.museumsguetesiegel.at

Schloss Esterházy#

7000 Eisenstadt 7000 Eisenstadt, Schloss Esterházy


Schloss Esterházy in Eisenstadt ist eines der schönsten Barockschlösser Österreichs und gibt einen beeindruckenden Einblick in das ehemals glanzvolle Leben am Hofe der Fürsten . Der mittelalterliche Kern der einstmaligen Burg stammt aus dem Ende des 14. Jahrhunderts, als sich die Familie Kanizsai in Eisenstadt niedergelassen hatte. 1622 kam die Herrschaft Eisenstadt und somit auch das Bauwerk in den Pfandbesitz von Nikolaus Esterházy (1583-1645). 1647 gelangte die Herrschaft schließlich in sein Eigentum, aber es war erst sein Sohn Paul I. (1635-1713), der die alte Burg in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus- und umbauen ließ: Im 18. Jahrhundert wurden die Schlossräume weiter dem Zeitgeschmack angepasst. Es entstanden das Stall- und Hauptwachgebäude, wo der prächtige Fuhrpark und die edelsten Pferde der Esterházy ihren Unterstand finden sollten.
Die nächste große bauliche Erweiterung erfolgte unter Fürst Nikolaus II. (1765-1833), der mit Architekt Charles Moreau seine Vorstellungen von einer zeitgemäßen Residenz an der Wende zum 19. Jahrhundert in Angriff nahm. Er ließ auch den Garten der neuesten Gartenmode entsprechend umgestalten. Seine aufwändige Verwandlung zu einem englischen Landschaftsgarten mit Tempel, Wasserfällen, Teichen, aber auch Treibhäusern begeisterte die Zeitgenossen.

Nach einer Periode der Vernachlässigung des Parks wurden am Beginn des 20. Jahrhunderts Rasenflächen und Sichtachsen wieder hergestellt, Nachpflanzungen vorgenommen, die Wassertechnik instand gesetzt oder ein Blumenparterre an der Gartenseite des Schlosses gestaltet. 1962 schloss der Fürst mit der Stadtgemeinde einen Pachtvertrag, der bis auf einen kleinen privaten Bereich eine öffentliche Nutzung des Parks ermöglichte. Seit 1987 setzt der Verein „Freunde des Eisenstädter Schlossparks" Maßnahmen mit Pflege- und Restaurierungsarbeiten.

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