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Österreichisches Museumsgütesiegel, © http://www.museumsguetesiegel.at

Stiftsmuseen Admont#

8911 Admont, Kirchplatz 1 8911 Admont, Kirchplatz 1


Das 1074 gegründete Benediktinerstift Admont ist das älteste bestehende Kloster der Steiermark. Zahlreiche kulturelle Schätze sind in seinem Kunsthistorischen sowie Naturhistorischen Museum und einer Sammlung für Gegenwartskunst ausgestellt.

Das Kunsthistorische Museum birgt bedeutende Exponate von der Romanik bis zum Barock, Glasgemälde, Tafelbilder, Skulpturen, Gemälde und Objekte aus der kirchlichen Schatzkammer. Darunter befinden sich die Gebhardsmitra (Ende 14. Jahrhundert) und die Ornate aus der Stickereiwerkstatt von Frater Benno Haan, aus der im 17. und 18. Jahrhundert Textilkunstwerke von Weltrang hervorgegangen sind. Zu den wichtigsten Exponaten zählen ein Tragaltar (1375), der Gebhardsstab (12./13. Jahrhundert), ein Pedum mit Narwalzahn um 1680, Leinwandbilder von Martin Johann Schmidt, genannt Kremser-Schmidt (1718-1801), Martino (1657-1745) und Bartolomeo Altomonte (1694-1783). Dem barocken Stiftsbildhauer Josef Stammel (1695-1765) ist ein eigener Raum gewidmet.

Das Naturhistorische Museum wurde vom Admonter Benediktiner Pater Gabriel Strobl 1866 bis 1910 errichtet. In seiner wissenschaftlichen Tätigkeit baute er eine Insektensammlung mit rund 252.000 Exemplaren auf, worunter die Fliegen-Kollektion mit etwa 80.000 Präparaten zu den drei wichtigsten in Europa zählt. Im ersten Saal "begrüßen" ein zwei Meter langer Mississippi-Alligator sowie Präparaten von Schlange, Eidechsen, Schildkröten, usw. die Bsucher. Über eine Länge von ca. 14 m zieht sich ein „Vitrinen-Band“, auf dem mit Texten, Bildern und Exponaten die geschichtliche Entwicklung dieses Naturhistorischen Museums nachvollzogen wird. Ein weiterer Saal präsentiert in einer eindrucksvollen Installation alle 243 Exponate an Wachsobst-Früchten von Pater Constantin Keller (1778–1864). Weiters sind europäische Schmetterlinge und eine große Sammlung getrockneter und gepresster Sporenpflanzen in historischen Schränken zu sehen. Das „Löwenzimmer“ - mit dem Präaparat eines großen ostafrikanischen Löwen - wurde im historischen Ambiente belassen. Schließlich bildet der „Südost-Pavillon“ herrliche Aussicht in das Nationalpark-Gebiet.

Seit 1997 baut das Stift Admont eine Gegenwartskunst-Sammlung auf. Sie beinhaltet derzeit rund 350 Werke von über 150 meist österreichischen Künstlerinnen und Künstlern der jüngeren und mittleren Generation. Im Zuge des „MADE FOR ADMONT“-Programmes werden kontinuierlich Kunstschaffende (Judith Huemer, Rudi Molacek, Konrad Rainer, Lois Renner, Erwin Wurm) in das Stift eingeladen, deren Werke das Stift zumeist ankauft. Die Sammlung beinhaltet ebenso größere Werkgruppen ausgewählter KünstlerInnen und bietet ihnen auch die Möglichkeit für Personalausstellungen.

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hmw