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Österreichisches Museumsgütesiegel, © http://www.museumsguetesiegel.at

Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum (Tiroler Landesmuseen) #

6020 Innsbruck, Museumstraße 6020 Innsbruck, Museumstraße

Das Museum befindet sich in einem historistischen Gebäude, dem einzigen Innsbrucks mit einer Fassade im Stil der Florentiner Renaissance. 1823 gegründet, war das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum nach Budapest und Graz das drittälteste “Nationalmuseum” in der österreichisch-ungarischen Monarchie. Seit damals ist es ein universell auf die Kulturgeschichte des Landes ausgerichtetes Museum mit europäischer Orientierung.
Die kunsthistorische Sammlung umfasst romanische Skulpturen, Gemälde und Skulpturen der Gotik, Altdeutsche Gemälde und Niederländer, Gemälde und Skulpturen des Barock, Gemälde und Skulpturen 19. Jahrhundert, Gemälde und Skulpturen des 20. und 21. Jahrhundert und Kunstgewerbliche Objekte. Als Besonderheiten gelten die Niederländersammlung - darunter Rembrandt und Brueghel - und eine mittelalterliche Emailleschale.
Die Vor- und Frühgeschichtlichen Sammlungen bestehen seit Gründung des Museumsvereines , damals als "eine vaterländische Sammlung von Antiken, römischen Milliarien, Sarkophagen, Denksteinen etc". In jüngster Zeit erfuhr der Bestand durch zahlreiche Rettungsgrabungen wesentlichen Zuwachs. Seit 1997 bilden die Fortsetzung der archäologischen Untersuchungen im Brandgräberfeld Wörgl-Egerndorfer Feld und in den Kastellbereichen von Veldidena (Innsbruck-Wilten) und Teriolis (Zirl-Martinsbühel Forschungsschwerpunkte.
In den, ebenfalls von Anfang an als wichtig erachteten Historischen Sammlungen finden sich Urkunden, Akten, Flugschriften, Siegel, Münzen, Medaillen, Orden, Abzeichen, historische Waffen, Plakate, Photographie, audiovisuelle Medien, Landkarten, Reliefs, Globen, Uhren, Spielkarten, Spiele, sowie eine umfangreiche Sammlung zur Technikgeschichte.
Die Naturwissenschaftlichen Sammlungen sind ein Dokumentationszentrum von Tieren des Tiroler und Alpenraumes. Zur zoologischen Sammlung gehört u.a. eine weltweite Molluskensammlung mit ca. 3.500 Arten in ca. 200.000 Exemplaren, ca. 390.000 Käfer und mit über 600.000 Exemplaren die weltweit vollständigste Dokumentation über alpine Schmetterlinge. Die botanische Sammlung umfasst 350.000 Belege des Hauptherbars des Ferdinandeums, Historische Herbare und Pflanzenaquarelle. Zur erdwissenschaftlichen Sammlung zählen u.a. Mineralogie, Petrographie, Gesteinsproben und Paläontologische Exponate.
Das Ferdinandeum sammelt historische Musikinstrumente, vorwiegend Tiroler Provenienz. Es besitzt als einzige Sammlung der Welt ein vollständiges Quintett des berühmtesten Instrumentenbauers nördlich der Alpen, dem "Vater der deutschen Geige", Jakob Stainer (um 1620-1683). Die Musikaliensammlung umfasst ca. 10.000 Notenhandschriften und -drucke, vorwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert, darunter den äußerst seltenen Erstdruck (Dresden 1833) des Weihnachtsliedes "Stille Nacht". Zu den Sammlungsbeständen werden laufend CDs herausgegeben.

Weitere Schau-Plätze:

  • Das Tiroler Volkskunstmuseum in der Universitätsstraße zählt zu den schönsten seiner Art in Europa. Die Sammeltätigkeit begann 1888. 1929 wurde das Museum eröffnet, zu seinem 80-Jahr-Jubiläum präsentiert es sich völlig neu.
  • Die Hofkirche mit dem Grabdenkmal Kaiser Maximilians I. ist das bedeutendste Kaisergrabdenkmal Europas und Zeugnis einer europäischen Hofkunst, für die die besten Künstler wie Albrecht Dürer u.a. beschäftigt wurden. 28 überlebensgroße Bronzestatueten flankieren das Hochgrab.
  • Das Zeughaus ist das Haus der Tiroler Kulturgeschichte. Themen sind prähistorische Funde, Silberbergbau, Salzgewinnung, Freiheitskampf von 1809, Weltkriege, Tourismus.
  • Das Tirol Panorama auf dem Bergisel beherbergt das größte Kunstwerk des Bundeslandes. Das Tirol Panormana ist unterirdisch mit dem Kaiserjägermuseum verbunden. Dieses gibt als Regimentsmuseum Einblick in die Militärgeschichte Tirols vom 18. bis ins 20. Jahrhundert.

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