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Winterpalais Prinz Eugen #

1010 Wien, Himmelpfortgasse 8 1010 Wien, Himmelpfortgasse 8

Seit 18.Oktober 2013 sind die Prunkräume der ersten Wiener Residenz des Prinz Eugen von Savoyen (1663-1736) für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Winterpalais wurde später von Kaiserin Maria Theresia erworben und für die Hofkammer verwendet. Von 1848 bis zum Beginn der Generalsanierung 2007 war das Finanzministerium untergebracht. Zum 350. Geburtstag des Feldherrn und Mäzens wurden die Prunkräume einer neuen Nutzung übergeben und vom Belvedere als dessen vierter Ausstellungsort bespielt. Die erste Ausstellung thematisierte die Baugeschichte des Palais, die Künstler, die Prinz Eugen begleiteten und die Kaiser, denen der Savoyer diente. Höhepunkt ist die Collane vom Orden des Goldenen Vlieses aus dem Eigentum des Prinzen.

Prinz Eugen beauftragte Ende des 17. Jahrhunderts Johann Bernhard Fischer vom Erlach mit dem Bau des Stadtpalais in der Himmelpfortgasse. Das 1698 eröffnete Wohn- und Repräsentationsgebäude diente dem Prinzen als Winterresidenz. Zu- und Ausbauten besorgte Johann Lucas von Hildebrandt, der auch den Sommersitz, die Schlossanlage des Belvedere, entwarf. Zu den Prunksälen im Winterpalais gehören der Blaue Salon mit einem Deckenfresko von Louis Dorigny, der Rote Salon (Audienzzimmer) mit lebensgroßen Gemälden von Josef I., Karl VI. sowie Prinz Eugen auf seinem Lieblingspferd, das Goldkabinett mit Spiegeln und einer kunstvoll gestalteten Decke sowie der Schlachtenbildersaal mit sieben Gemälden von Ignace Jacques Parrocel.

In der Eröffnungsausstellung standen die Baugeschichte des Palais, die Biographie und militärischen Verdienste Prinz Eugens im Mittelpunkt. Anhand der Bau- und Ausstattungsgeschichte des Winterpalais lässt sich der Aufstieg des Prinzen Eugen besonders gut nachvollziehen. Ursprünglich als mittelloser Flüchtling 1683 an den Hof der Habsburger gekommen, starb er 1736 als Besitzer von mehreren Schlössern. Als Feldherr und Diplomat erlangte er Ruhm und Reichtum. Nun ist das Winterpalais zum Ort der Begegnung zwischen dem barocken Interieur, den Sammlungen des Belvedere sowie zeitgenössischen Arbeiten nationaler und internationaler Künstlerinnen konzipiert.

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hmw