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Mittelalter/Geistliche Kultur#

Monochord#

Das Monochord besteht aus einem länglichen Resonanzkasten, über den der Länge nach eine Saite gespannt ist. Unter dieser befindet sich ein verschiebbarer Steg, mit dessen Hilfe die Saite geteilt werden kann. Auf der Decke des Resonanzkastens ist eine Skala angebracht, auf der man das Teilungsverhältnis der Saite (= Intervall) ablesen kann, wobei einfache Teilungen Konsonanzen ergeben (z.B. 1:2 = Oktave, 2:3 = Quinte), komplizierte hingegen Dissonanzen.

Das Monochord wird seit der Antike für musiktheoretische Demonstrationszwecke verwendet. (E. Stadler)

Klangbeispiel und Bilder demonstrieren folgende Beispiele, wobei sie bei einem Klick auf den kürzeren Saitenteil den Oberton erhalten, dessen Schwingungsverlauf daneben abgebildet ist, bei einem Klick auf den längeren Saitenteil wird das Intervall in der Oktave des Grundtones hörbar:


Grundton

Oktav (1:2) (= 1. Oberton)


Quint (2:3) (= 2. Oberton)

Ganzton (8:9) (= 6. Oberton)


© Fotos: Helmut Schubert, Papiermühlgasse 28, A-8020 Graz. Schwingungskurven und Ton: GM-Tonstudio-Musikverlag Dr. Werner Jauk, Ludwig-Benedek-Gasse 19, A-8054 Graz.