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Nibelungenlied

Das Nibelungenlied ist um 1200 im Donauraum (Passau?, nach anderer Meinung in Traismauer) entstanden. Leider ist die authentische Melodie zu dieser berühmtesten mittelhochdeutschen Epenstrophe nicht überliefert. Im Hörbeispiel wird sie von Eberhard Kummer auf den Hildebrandston gesungen. Er begleitet sich dabei auf der Harfe und der Drehleier. Der sich selbst begleitende Sänger war wichtig für die europäische Musikentwicklung, denn so ergaben sich bei einer Einheit von Musik und Text die besten Vortragsmöglichkeiten. Verschiedene Motive, die durchaus auch aus unterschiedlichen historischen Schichten kommen konnten (so z. B. trennen Attila und Theoderich in Wirklichkeit zwei Menschenalter), wurden hier zu einem Epos verschmolzen. Abbildung und Musikbeispiel bringen den Beginn der 1. Aventiure. (E. Stadler)

Von Eberhard Kummer stammt auch die weltweit erste und einzige komplette Einspielung des gesamten Nibelungenliedes (zwei MP3-CDs), sie wurde in den USA verlegt. (Nibelungenlied, Complete Recording. The Chaucer Studio, Adelaide) Es handelt sich um einen Live-Mitschnitt der österreichischen Akademie der Wissenschaften von fünf sechsstündigen Darbietungen im Oktober und November 2006 im KulturQuartier Wien.

Qualität:

(212 kB, MP3) (1128 kB, WAV)

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