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Symphonie Nr. 7, 2. Satz: Allegretto #

Aufführungsdauer: ca. 8 Minuten

Formschema  --> Bild
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Dieser Satz musste bei allen Aufführungen, die unter Beethovens Leitung stattfanden, wiederholt werden.


Mit einem a-Moll Akkord (ein Quartsextakkord, d. h. der Basston ist die Quinte und nicht der Grundton des Akkordes) wird der Satz eröffnet. Anstelle des Daktylos-Rhythmuses des ersten Satzes beherrscht nun ein zweitaktiger Rhythmus, gewonnen aus dem 3. und 4. Takt, das Geschehen. Dieser Grundrhythmus durchzieht den gesamten Satz. Er wird von Streichern, ohne den Violinen mit dem Hauptthema des Satzes, angestimmt.


Diesem Thema wird ein zweites Thema in den Bratschen und Violincelli dazugesellt. Beide erklingen gleichzeitig. Das neue Thema, das wie ein klagender Gesang klingt, wird mit dem Hauptthema kombiniert. Beim 3. Erklingen des Hauptthemas wandert dieses in die ersten Violinen, das 2. Thema wird den 2. Violinen zugewiesen. Dynamisch wachsen die Themen zu immer größerer Lautstärke an - crescendo poco a poco lautet die Vortragsbezeichnung. Das Gesamtorchester nimmt beide Themen im Fortissimo auf, Holzbläser und Hörner den Grundrhythmus, die 1. Violinen die 2. Stimme. Die Themen, anfangs mehr im Dunkeln liegend, stehen in freundlich hellem Glanze dar.


Im lyrischen A-Dur Mittelsatz ist der Rhythmus vom 1. Teil des Satzes nur noch im Pizzicato der Violincelli und Kontrabässe angedeutet, dann erklingt ein Thema, abgeleitet aus der Einleitung des 1. Satzes, in den Holzbläsern, umspielt von den Triolen der ersten Violinen. Die Klarinetten stimmen eine Themenfortführung an, die das Horn in der Imitation aufnimmt, währenddessen aber das Thema fortgesetzt wird. Dieses Klarinettenthema tonleiterartig angelegt, erweist sich als eine Abänderung der Tonleiter - Auf- und Abstiege der Einleitung. Ein Tonleiter-Abstieg über 4 Oktaven schließt den Mittelsatz ab. Im tiefen Pizzicato erklingt im Formteil A1 wieder das Hauptthema, vom Thema zwei in den Flöten, Oboen und Fagotten kontrapunktiert. Ein Nachsatz zum Hauptthema lässt den ersten Abschnitt des teils A 1 enden. Eine Sechzehntelfigur in den Bratschen und den ersten Geigen verdichtet sich zum 2. Thema im Doppelfugato, das Fugatothema leitet sich vom Hauptthema des Satzes ab. Beide Themen erfahren eine starke Steigerung. Das Fugato führt zu einem kraftvollen Aufbegehren des Orchesters, fortissimo erklingt das Hauptthema in verkürzter Form. In der Coda erklingt nochmals das Thema des Mittelsatzes.


Am Ende des Satzes zerfällt das Thema in seine Bestandteile, es steigt in zweitaktigen Perioden durch mehrere Instrumtengruppen geführt, von hoher Lage in die Tiefe. Der Satz verklingt mit Teilen des Hauptthemas in jenem nachklingenden fragenden Quartsextakkord, mit dem er begonnen hat.