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Reiterquartett, op. 74, Nr. 3: 1. Satz

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Formschema  --> Bild
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Vital und mit rhythmischem Schwung präsentiert Haydn diesen Quartalsatz.


Ein springendes Motiv, von dem das Werk den Namen "Reiterquartett" ableitet, bildet die Einleitung.


Mit einem Dreiklang wird das Hauptthema in g-Moll eröffnet. Im Takt 12 bringt die Bratsche ein Motiv mit dem Intervall der verminderten Quarte, das von der zweiten und dann von der ersten Violine aufgenommen wird. Eine melodische Abänderung (Takt 19) am Ende des Hauptthemas verwandelt die verminderte Quarte in eine verminderte Septime.


Ein Triolenmotiv, das in verschiedensten Formen auftritt, sei es melodieführend oder begleitend, nimmt den Auftakt von zwei Viertelnoten des verminderten Motivs im Hauptthema auf.


Das Seitenthema entlehnt vom Hauptthema den Auftakt und führt als melodisches Element aufwärtsstrebende Sexten ein. Bei seinem ersten Auftreten wird es von Triolen-Arpeggien der zweiten Violine begleitet, wenn das Seitenthema von der zweiten Geige angestimmt wird, erscheint in der ersten Violine eine Begleitung, die sich vom Triolenmotiv der Überleitung zwischen Haupt- und Seitenthema, ableitet.


In der Durchführung nehmen Bratschen und Celli das Einleitungsmotiv auf - von einer Gegenstimme kontrapunktiert - die sich aus dem Triolenmotiv ableitet. Wenig später dreht sich die Situation um, das Einleitungsmotiv ist in der ersten Violine, die triolenmäßige Gegenstimme bildet die Unterstimmen.


Kurz leuchtet auch das Seitenthema auf, zuerst in der ersten Violine, dann im Violincello.


Eine Variation des Hauptthemas schließt auf einer Fermate die Durchführung ab.Die Reprise ist nach den Regeln der Sonatenhauptsatzform gestaltet. Das Einleitungsthema tritt nicht mehr auf.

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