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Eine Kleine Nachtmusik, 1. Satz: Allegro

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Formal bedient sich Mozart im ersten Satz einer einfachen Sonatenhauptsatzform in ihrer klassischen Ausprägung. Es ist ein Symphoniesatz im Kleinen mit Exposition (Themenaufstellung), Durchführung (Themenverarbeitung) und Reprise (Themenwiederholung) samt einer kurzen sechstaktigen Coda.

Formschema1. Satz --> Bild
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Der formale Aufbau kann an einem Schaubild leicht abgelesen werden.

Das Hauptthema wirkt wie eine Fanfare und könnte als Ausruf der Serenade aufgefasst werden. Deutlich wirkt im ersten Satz die heitere und unbeschwerte Schönheit Mozartscher Musik. Die ersten vier Takte des Werkes bestehen aus den einfachen Grundlagen musikalischer Gestaltungsmöglichkeit. Die Grundtonart des Werkes ist G-Dur, Mozart zerlegt in den ersten beiden Takten den G-Dur Akkord g h d, dem er die 5. Stufe, die Dominanttonart mit dem Dominantseptakkord d fis a c im dritten und vierten Takt folgen lässt.

Das Hauptthema findet in der Hauptthemenfortführung seine Fortsetzung.

Die Überleitung zum Seitenthema ist eine viertaktige Melodie. Einem aufwärtsführenden spannungsgeladenen langsamen Sekundschritt stehen mehrere abwärtsführende Sekunden in rascher Tonfolge gegenüber.

Dem zweiten Teil der Überleitung kommt die Aufgabe der Modulation in die 5. Stufe des Werkes, der Tonart D-Dur, zu. Auf die Fixierung der G-Dur Tonart in den ersten beiden Takten folgt die D-Dur-Tonleiter im 3. und 4. Takt mit der endgültigen abschließenden Fixierung der Tonart D-Dur.

Aus dem Dreiklang d fis a wird das Seitenthema gebildet und nach seiner Vorstellung in der zweiten Violine oktavversetzt gespielt.

Graziös klingt das achttaktige Thema der Schlussgruppe, die ersten vier Takte im Piano bilden den Vordersatz, dem sich ein bestätigender Nachsatz im Forte anschließt.

Der Epilog ist eine kurze melodische Abschlusssequenz, die die Tonart D-Dur, erkennbar durch den oft gebrauchten Leitton cis, festigt.

Mit einfachen Mitteln wird die Durchführung des Werkes gestaltet. Vorerst erklingt das Hauptthema.

In der äußerst kurz gehaltenen Durchführung verselbständigt Mozart den Themenkopf der Schlussgruppe. Er erklingt in C-Dur, wandert durch mehrere Tonarten, um so gleichsam von verschiedenen tonartlichen Seiten beleuchtet zu werden.

Den Abschluss der Durchführung bildet ein Motiv, das von allen Instrumenten des Werkes einstimmig aufgegriffen wird. Der Weg zur Reprise ist frei.

Die Reprise ist eine Wiederholung der Exposition; sämtliche Themen erklingen in der Grundtonart G-Dur.

Das musikalische Material der sechstaktigen Coda ist der G-Dur Akkord g h d, der in zerlegter Form von den ersten Violinen gespielt wird. Der 1. Satz der Serenade, erdacht mit den Gestaltungsmitteln eines Symphoniesatzes, findet seinen heiteren Abschluss.

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