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Drei Mäderl Haus
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Drei Mäderl Haus
Drei Mäderl Haus
© Fotoarchiv Schilder

Dieses Haus liegt neben dem Pasqualati Haus, jenem Haus, in dem Beethoven die meisten Lebensjahre seines Aufenthaltes in Wien verbrachte (Anschrift: Wien I., Mölkersteig 1).

Der Überlieferung nach wohnte in diesem Haus die wohlhabende Wiener Bürgerfamilie Fröhlich mit ihren Töchtern Hannerl, Kati und Nanette. Um deren musikalische Talente zu fördern, verpflichtete der Vater den jungen Franz Schubert zur Unterweisung in Gesang und Klavier. Dieser wurde nicht nur Lehrer, sondern auch häufiger Gast und Freund der Familie. Das Drei Mäderl Haus war zu Schuberts Lebzeiten eine bekannte Begegnungsstätte kunstinteressierter Wiener. Den Dichter Franz Grillparzer verband mit Kati eine lebenslange Liaison.

Das Drei Mäderl Haus wurde 1803 auf der Mölkerbastei, einem Teil der ehemaligen Wiener Stadtbefestigung erbaut. Der größte Teil der Wiener Stadtmauern wurde geschliffen um der 1865 eröffneten Ringstraße Platz zu machen. Die Mölkerbastei blieb unverändert bestehen. Als einer der wenigen noch erhaltenen alten Stadtteile Wiens diente diese auch häufig als Filmkulisse, so in Orson Welles "Der dritte Mann" oder in dem Hans Moser-Film über Schubert, der den Titel "Das Drei Mäderl Haus" trägt.