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Aids-Medikamente reduzieren Übertragungsrisiko fast komplett#

(London/Wien/Durban) Die Einnahme von Aids-Medikamenten kann das Risiko einer Übertragung des HI-Virus von einem infizierten auf einen HIV-negativen Partner durch ungeschützten Geschlechtsverkehr fast auf Null absenken. Das zeigt die bisher größte Untersuchung mit fast 900 von Paaren zu diesem Thema mit österreichischer Beteiligung - und auch von der MedUni Wien. Sie wurde jetzt im "Journal of the American Medical Society" ("JAMA") veröffentlicht.

Die für die Studie untersuchten HIV-Infizierten nahmen regelmäßig antiretrovirale Medikamente ein, welche die Virus-Last im Körper bis unter die Nachweisgrenze bringen können. Die Virus-Konzentration musste unter 200 Partikel pro Milliliter Blut unter der antiretroviralen Therapie betragen. Die HIV-negativen Partner wurden regelmäßig auf eine eventuelle Infektion untersucht. In Fragebögen machten die Paare Angaben über ihr Sexualleben. Die Daten von 888 Paaren konnten für die Auswertung herangezogen werden. Knapp 62 Prozent der Paare waren heterosexuell, 340 Paare (38 Prozent) waren Männer, die mit Männern Sex hatten. Insgesamt kam es laut den Angaben zu rund 58.000 ungeschützten Sexualkontakten.