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Die Vermessung des Kosmos#

Uni Graz lädt zur Internationalen Woche für Theoretische Physik nach Schladming#

Kosmos
Mit der Frage wie das All vermessen werden kann, um den Anfängen von Raum und Zeit auf die Spur zu kommen, beschäftigen sich ForscherInnen im Rahmen der Internationalen Woche für Theoretische Physik in Schladming.
Foto: Wikilmages/pixabay.com

Gravitationswellen gibt es tatsächlich – diese sensationelle Meldung ging vergangene Woche um den Globus. Albert Einstein sagte sie vor rund 100 Jahren vorher, nun hat eine Kollision zweier Schwarzer Löcher vor 1,3 Milliarden Jahren den Beweis für ihre Existenz geliefert. Topaktuell beschäftigen sich 90 international renommierte PhysikerInnen von 21. bis 26. Februar 2016 im obersteirischen Schladming im Rahmen der der 54. Internationalen Universitätswochen für Theoretische Physik mit genau der Frage, wie das All vermessen werden kann, um den Anfängen von Raum und Zeit auf die Spur zu kommen.

Die Entdeckung der Gravitationswellen erweitert unsere Möglichkeiten zur Beobachtung des Kosmos enorm, bestätigt Univ.-Prof. Dr. Reinhard Alkofer von der Karl-Franzens-Universität Graz: „Diese neuartigen Daten werden Hinweise auf die sogenannte Dunkle Materie und die Dunkle Energie, aus der das Universum zu rund 96 Prozent besteht, geben und damit die Theorie der Elementarteilchen substantiell voranbringen. Gravitationswellen ermöglichen nun erstmals auch eine exakte Berechnung der Häufigkeit und der Distanz von verschmelzenden Schwarzen Löchern und Neutronensternen zu uns.“ Die Zukunft dieses Bereichs der Theoretischen Physik liegt in der der Kombination verschiedener Theorien: „Wenn es uns gelingt, Erkenntnisse aus der Quantengravitation, der Elementarteilchentheorie, der formalen Quantentheorie und der Kosmologie miteinander zu vereinbaren, wird es möglich sein, bislang nicht bekannte Rückschlüsse zu ziehen“, erklärt Alkofer, der Mitglied des Organisationskomittees ist.