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TU Graz-Experimentalphysiker Wolfgang Ernst erhält Forschungspreis des Landes Steiermark #

Wolfgang Ernst mit Team
Wolfgang Ernst mit Team
TU Graz - Lunghammer

Für seine bahnbrechende Arbeit an „Kalten Molekülen für die Quantentechnologie“ wurde Wolfgang Ernst, Vorstand des Instituts für Experimentalphysik der TU Graz und Dekan der Fakultät für Mathematik, Physik und Geodäsie heute Freitag, den 11. Dezember 2015, mit dem Forschungspreis des Landes Steiermark ausgezeichnet.

Mittels einer einzigartigen Methode, die Wolfgang Ernst bei seiner Berufung an die TU Graz aus den USA mitbrachte, ist es ihm möglich, knapp über dem absoluten Nullpunkt winzige Nanotröpfchen aus Helium zu erzeugen. An der Oberfläche dieser Tröpfchen oder in deren Inneren können Atome gezielt angeordnet und zur Reaktion gebracht werden. Dies führt zu bisher nicht zugänglichen und daher unerforschten Molekülen und Clustern. Erstmals konnten mittels dieser Methode nun Moleküle aus Rubidium und Strontium (RbSr) sowie aus Rubidium und Calcium (RbCa) hergestellt werden. Die Suprafluidität der Heliumnanotröpfchen, ein quantenmechanischer Effekt ähnlich der Supraleitung, spielt dabei eine wichtige Rolle. Wolfgang Ernst und seinem Team gelang erstmals auch die Untersuchung der Eigenschaften der so erzeugten kalten Moleküle mittels Lasermethoden und theoretischen Rechnungen.