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BOKU-ForscherInnen lassen Pflanzen Antikörper gegen HI-Virus produzieren#

Verwandte der Tabakpflanze verändert Antikörper-Protein so, dass sich dessen Wirksamkeit deutlich verbessert

Im Jahr 2009 entdeckte Breitband-Antikörper gelten als große Hoffnung für künftige AIDS-Therapien. Wiener und US-ForscherInnen haben nun im Fachjournal "PNAS" (Proceedings of the National Academy of Sciences) eine neue Strategie zur Herstellung und gezielten Verbesserung der Breitband-Antikörper in Tabakpflanzen vorgestellt.

Breitband-Antikörper treten in seltenen Fällen spontan bei HIV-infizierten Personen auf. Sie binden an einen relativ konstant bleibenden Teil der HI-Virushülle. Mittlerweile werden diese Antikörper in tierischen Zellkulturen, dem herkömmlichen Produktions-Verfahren für solche Moleküle, hergestellt. Therapeutisch werden sie laut Herta Steinkellner vom Department für Angewandte Genetik und Zellbiologie der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) allerdings noch nicht eingesetzt.

Die WissenschafterInnen widmeten sich in ihrer Arbeit dem Breitband-Antikörper PG9. In der Tierkultur lässt sich das Protein selbst - der Hauptbestandteil des Antikörpers - "produzieren; allerdings werden Protein-Veränderungen wie Zuckerreste und Sulfatgruppen nicht optimal synthetisiert. Diese Modifizierungen sind aber für die Wirksamkeit des Antikörpers essenziell", so Steinkellner, die das an der Boku angesiedelte Laura Bassi Exzellenzzentrums "PlantBioP" leitet.