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Frische Ideen beim TU Austria Innovations-Marathon#

Interdisziplinäre Studierendenteams entwickelten beim heurigen TU Austria Innovations-Marathon in Alpbach in nur 24 Stunden innovative Lösungskonzepte für reale Aufgabenstellungen von Unternehmen.#

Gruppenfoto der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des TU Austria Innovations-Marathons
Gruppenfoto der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des TU Austria Innovations-Marathons.
Foto: TU Austria

Vom Starter-Kit für Start-ups über ein Mobilitätskonzept für die urbane Zukunft, vom App-Store für die Industrieautomatisierung bis zum innovativen Bedienkonzept für Straßen-Motorräder: Kern des 2. TU Austria Innovationsmarathons waren acht reale Herausforderungen, die österreichische Unternehmen aktuell beschäftigen. Der Aufgabe, in nur 24 Stunden dafür kreative Lösungskonzepte zu entwickeln, stellten sich acht interdisziplinäre Studierendenteams im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche. Die Teams setzten sich aus 40 Alpbach-StipendiatInnen zusammen. Etwa die Hälfte der Studierenden kommt von einer technischen Universität, die andere Hälfte kommt aus den unterschiedlichsten Studienrichtungen. "Wir sind überzeugt, dass interdisziplinäre Teams bessere Ergebnisse zusammenbringen", argumentiert Mario Fallast, Leiter des Organisationsteams des TU Austria Innovations-Marathons.

Am Donnerstag, 25. August fiel um 9:00 Uhr der Startschuss im Congress Centrum Alpbach. Pro Team eine Aufgabenstellung, ein Raum mit Arbeitsmaterial und 24 Stunden Zeit, um mit Fachkompetenz, Klebestreifen und Hirnschmalz Probleme der Industrie zu lösen. Mit dabei: UnternehmensvertreterInnen als Coaches. Am Freitag um 9.00 Uhr war das nonstop-Tüfteln beendet, die Ergebnisse wurden den AuftraggeberInnen präsentiert.

Sabine Seidler, Rektorin der TU Wien und amtierende TU Austria-Präsidentin, Harald Kainz, Rektor der TU Graz und Wilfried Eichlseder, Rektor der Montanuniversität Leoben, zeigten sich beeindruckt von den Ergebnissen und der Konzeptionsstärke der interdisziplinären Studierendenteams: "Der zweite TU Austria Innovations-Marathon zeigte auf eindrucksvolle Weise das Innovationspotenzial unserer Studierenden. Kompetenz, Praxisnähe, Kreativität und der Mut ungewöhnliche Wege zu gehen sind die notwendigen Zutaten, um auch unter immensem Zeitdruck Neues zu entwickeln."

Eine praxisnahe und marktorientierte Ausbildung ist an den drei TU Austria Universitäten - TU Wien, TU Graz und Montanuniversität Leoben - gelebter Alltag. Ausdruck dieses unternehmerischen, wirtschaftsnahen Geistes an den Universitäten sind real-life Bewerbe wie der TU Austria Innovations-Marathon. Auf Basis erworbenen Fachwissens entstehen bei freier Wahl der Mittel und Methoden kreative und innovative Lösungsansätze bis hin zu Prototypen für Problemstellungen aus der Realwirtschaft. Teamgeist, Social Skills und Durchhaltevermögen sind dabei ebenso gefragt. Davon profitieren Studierende, Wirtschaft und Industrie gleichermaßen. Der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Mag. Christoph Neumayer, wies darauf hin, dass im Zeitalter der Digitalisierung Menschen immer wichtiger werden, die "das Ganze" verstehen. "Nicht nur die Industrie sucht immer häufiger nach Talenten, die die Entwicklung und Steuerung von komplexen, technischen Systemen beherrschen. Neben einer soliden Grundausbildung in MINT-Disziplinen gewinnt damit interdisziplinäres Denken, Teamfähigkeit und ein hohes Maß an Problemlösungskompetenz immer mehr an Bedeutung. Der Innovationsmarathon führt schon heute in beeindruckender Weise vor, wie unsere Arbeitswelt von morgen aussehen wird." Ideen auf Bestellung – 24 Stunden nonstop

Mario Fallast, Wilfried Eichlseder, Sabine Seidler, Roland Waldner, Harald Kainz, Azra Gradincic, Stefan Posch, Julia Jantschgi
v.l.n.r.: Mario Fallast, Wilfried Eichlseder, Sabine Seidler, Roland Waldner, Harald Kainz, Azra Gradincic, Stefan Posch, Julia Jantschgi
Foto: TU Austria

Die Kapsch Gruppe, Infineon, KTM, NXP, Siemens, AT&S, AVL und die voestalpine group waren die Unternehmenspartner, die beim diesjährigen TU Austria Innovations-Marathon Anwendungskonzepte und Prototypen für konkrete Fragestellungen aus der Praxis in Auftrag gaben.

  • AT&S: Leiterplattenintegration – wo und wie soll die Leiterplatte nach außen treten?
  • AVL: Wie sieht ein cloud-basiertes Support-System für Maschinen, Software, Fahrzeuge in 2025 aus?
  • Infineon: Konzipierte und vermarkte das Infineon Starter-Kit für Startups
  • Kapsch Gruppe: Konzipiere das Mobilitätskonzept der urbanen Zukunft.
  • KTM: Innovatives Bedienkonzept für Straßen-Motorräder
  • NXP: Integrated Near Field Communication (NFC) Demonstrator for Tradeshows
  • Siemens: Ein App-Store für die Industrieautomatisierung
  • voestalpine group: Die lückenlose Materialverfolgung von einzelnen nahtlosen Stahlrohren

Aus Sicht der TeilnehmerInnen war der TU Austria Innovationsmarathon herausfordernd und bereichernd. Einschätzungen nach 24 Stunden:

"Super Veranstaltung, die die Möglichkeit bietet mit neuen Gesichtern an unbekannten Aufgabenstellungen zu tüfteln. Spannende 1440 Minuten!"

"Unglaublich was in 24 Stunden mit so einem topmotivierten Team möglich ist."

Die Ergebnisse nehmen die Unternehmen als wertvolle Inputs mit, zusätzlich diskutiert eine hochkarätige ExpertInnenrunde Freitagabend zum Innovationsmarathon unter dem Titel "Ideen auf Bestellung – 24 Stunden nonstop".

TU Austria Präsidentin Sabine Seidler sieht in der Ausbildung des akademischen Nachwuchses einen Beitrag zur Sicherung Österreichs als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort. "Das Innovationspotenzial der TU Austria Universitäten ist ein Baustein, der das Mithalten im internationalen Wettbewerb sichert. Unsere Basis sind exzellente Forschung und daraus abgeleitete erstklassige Lehre. Das macht uns für Wirtschaft und Industrie zum kompetenten und verlässlichen Partner."