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Heiße Spur#

GeografInnen der Uni Graz orten Wärmeverlust an Dächern#

Das Hauptgebäude der Karl-Franzens-Universität durch die Infrarot-Kamera: Rote Stellen strahlen besonders viel Wärme ab.
Das Hauptgebäude der Karl-Franzens-Universität durch die Infrarot-Kamera: Rote Stellen strahlen besonders viel Wärme ab.
Foto: Mudri

Baumärkte bieten oft Aufnahmen von Eigenheimen mit Wärmebildkameras an, anhand derer die BesitzerInnen feststellen können, ob Fassade und Fenster gut gedämmt sind. „Als besonders groß ist allerdings der Energieverlust durch das Dach einzuschätzen, da warme Luft bekanntlich aufsteigt. Im Bewusstsein der Bevölkerung ist das jedoch kaum verankert“, hat Ao.Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sulzer vom Institut für Geographie und Raumforschung der Uni Graz festgestellt. Das liegt auch daran, dass schlecht gedämmte Stellen an Dächern schwer aufzuspüren sind. In dem von Land Steiermark und Stadt Graz geförderten Forschungsprojekt „TIR4U“ – kurz für Thermal InfraRed Detection of Roof Heat Loss for the University – hat Sulzer mit seiner Dissertantin Mag. Katharina Kern, MBA, eine Methode entwickelt, um aus der Luft den Wärmeverlust über Dächer detektieren zu können.

„Unsere Ausgangsbasis sind Fernerkundungsdaten, die mit Infrarot-Kameras aufgenommen werden und die Strahlungstemperatur der Dächer abbilden“, erklärt Sulzer. Diese Angaben sind aber noch nicht mit der realen Oberflächentemperatur gleichzusetzen, da verschiedene Materialien der Eindeckung die Wärmestrahlung ganz unterschiedlich abgeben. Katharina Kern ermittelte daher in mühevoller Kleinarbeit die entsprechenden Einflussfaktoren, um realistische Werte berechnen zu können. Die Gebäude der Karl-Franzens-Universität dienten dabei als ideale Testfläche.