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Gravitationswellen: Ein neues Fenster zum All#

Im September 2015 startete die erste Messung durch LIGO-Detektoren, die eine neue, genauere Suche von Gravitationswellen erlaubten
Im September 2015 startete die erste Messung durch LIGO-Detektoren, die eine neue, genauere Suche von Gravitationswellen erlaubten.
Foto: © K. Burtnyk, Courtesy Caltech/MIT/LIGO Laboratory

100 Jahre mussten vergehen, bis eine der wichtigsten Konsequenzen der Einsteinschen Theorie verifiziert werden konnte: Gravitationswellen. In ihrem Gastbeitrag erklären die Physiker der Universität Wien Peter Aichelburg und Piotr Chruściel die Bedeutung dieser Entdeckung und Verbindungen zu Wien.#

Mit der direkten Beobachtung der Gravitationswellen ist eine neue Ära angebrochen. Wie schon die Erfindung des Fernrohrs durch Hans Lippert und Galileo Galilei um 1600 und der Radio- und Röntgen-Astronomie im vergangen Jahrhundert, öffnet die Gravitationswellen-Astronomie ein neues Fenster zur Erkundung des Weltalls.

An der Universität Wien gibt es eine lange Tradition in der Erforschung der Einstein'schen Gravitationstheorie. Die direkte Messung von Gravitationswellen ist eine der wichtigsten Bestätigungen der Theorie und wird auch der Gravitationsphysik in Wien neue Impulse geben. Denn um diese Wellen beobachten zu können, bedarf es theoretischer Vorhersagen, die aus mathematischen Untersuchungen über die Struktur der Theorie und ihrer Anwendungen resultieren. Gravitationsphysik an der Universität Wien

Schon seit September rumort es in der Scientific Community – jetzt ist es Gewissheit: Am 14. September 2015 haben die zwei Gravitationswellen-Detektoren, der eine in Hanford, im US-Staat Washington, der andere in Livingston, Louisiana, gleichzeitig charakteristische periodische Signale empfangen. Seitdem haben zahlreiche MitarbeiterInnen des sogenannten "Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory", kurz LIGO, untersucht, ob es sich bei den Signalen tatsächlich um Gravitationswellen handelt.