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Lokalisierung von Lungentumoren:#

Physiker der TU Graz erhält Nachwuchsforschungspreis vom Land Steiermark#

Computertomographische Untersuchungen helfen, Lungentumore zu lokalisieren
Computertomographische Untersuchungen helfen, Lungentumore zu lokalisieren. Eine unregelmäßige Atmung macht die Auswertung der Ergebnisse allerdings schwierig. Martin Kupper vom Institut für Materialphysik der TU Graz hat dafür eine Lösung gefunden.
© Hartmut910 - pixelio.de

„Forschungspreis für HTI:Human-Technology-Interface“ an Martin Kupper

Unregelmäßige Atmung ist eine Fehlerquelle bei der Lokalisierung von Lungentumoren mittels Computertomographie. Martin Kupper hat in seiner am Institut für Materialphysik der TU Graz und in Kooperation mit der Med Uni Graz verfassten Masterarbeit eine Lösung gefunden. Er wurde dafür gestern, Mittwoch, mit dem Forschungspreis für HTI:Human-Technology-Interface des Landes Steiermark in der Kategorie Nachwuchsförderung ausgezeichnet. Auch in den Kategorien „Grundlagenforschung“ und „Wirtschaftliche Anwendbarkeit“ konnten Forscher der TU Graz reüssieren.

Tumor-Lokalisierung trotz unregelmäßiger Atmung#

Vor der strahlentherapeutischen Behandlung von Lungenkrebs muss der Tumor genau lokalisiert werden. Das geschieht mit dem bildgebenden Verfahren der 4D-Computertomographie, kurz CT. Krankheitsbedingt atmen die Patientinnen und Patienten häufig sehr unregelmäßig, was die Auswertung der CT-Aufnahmen stark erschwert oder gar unmöglich macht – eine Wiederholung der Aufnahme ist dann unvermeidlich. Martin Kupper hat im Rahmen seiner Masterarbeit am Institut für Materialphysik der TU Graz und in Kooperation mit der Universitätsklinik für Strahlentherapie-Radioonkologie der Med Uni Graz ein Verfahren entwickelt, mit dem die Unregelmäßigkeiten der Atmung bei der Aufnahme berücksichtigt und korrigiert werden können. So werden zeit- und kostenaufwendige Wiederholungen von CT-Aufnahmen vermieden. „Was noch viel wichtiger ist: den Krebspatientinnen und -patienten bleibt damit eine weitere Untersuchung und damit Belastung erspart“, betont Martin Kupper. Dafür erhielt er gestern den mit 5.000 Euro dotierte Preis der Kategorie „Nachwuchsforschung“, den das Land Steiermark jährlich an eine herausragende Abschlussarbeit im Themenfeld Medizintechnik vergibt.