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Pflanzenwachstum: Innen- und Außenauftrag #

Gregor-Mendel-Haus
Gregor-Mendel-Haus
© Martin Gerzabek

Pflanzen sind anders. Das liegt vor allem daran, wie ihre zellulären Strukturen organisiert sind. Im Gegensatz zu tierischen Zellen umgibt eine rigide Zellwand die pflanzliche Zelle. Um wachsen zu können muss daher die Pflanzenzelle diese Zellwand aufweichen. Das Pflanzenhormon Auxin übernimmt diese Kontrolle und kann somit die zelluläre Wachstumsrate bestimmen. Wissenschaftler der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) haben nun einen bisher völlig unbekannten Wachstumsmechanismus aufgespürt: So hat das Team um Jürgen Kleine-Vehn gezeigt, dass Auxin nicht nur außerhalb der Zelle Expansion reguliert, sondern auch einen weiteren pflanzenspezifischen Prozess in der Zelle beeinflusst. Auxin bestimmt die Größe der Vakuole, einem Pflanzen-Organell, welches bei gestreckten Zellen den Großteil der Zelle ausfüllen kann. Dieser Prozess ist für das Pflanzenwachstum unabdingbar und wird zusammen mit der Zellwand vom Pflanzenhormon Auxin reguliert. Die gezielte Manipulation der Vakuolengröße kann daher die auxinabhängigen Wachstumssignale unterdrücken. Die vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs und Technologiefonds (WWTF) unterstützte Arbeit rückt demnach einen neuen Ansatzpunkt in den Mittelpunkt, der es in der Zukunft erlauben könnte das Wachstum von Nutzpflanzen gezielt zu verbessern.