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Biomechatronik – Was wir von Frosch und Eidechse lernen können#

Prof. Baumgartner mit Sandfisch
Prof. Baumgartner mit Sandfisch
© JKU

Die Natur verändert sich und selektioniert seit Milliarden von Jahren. Dabei entstehen „Erfindungen“, welche die Wissenschafter inspirieren. So auch Prof. Werner Baumgartner und sein Team vom Institut für Medizin- und Biomechatronik der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz. Ein Schwerpunkt der Forschung betrifft hier die Oberflächeninteraktion zwischen Organismen und ihrer Umgebung. Dabei schauen die Wissenschafter unter anderem auch Fröschen und Eidechsen auf die Füße.

Der Sandfisch ist ein interessantes Tier: Zum einen ist er kein Fisch, sondern eine Eidechse. Zum anderen lebt er vergraben im Wüstensand und kann unter der Oberfläche mit einer Geschwindigkeit von 1,5 Körperlängen pro Sekunde schwimmen. Erstaunlicherweise werden seine Schuppen dabei nicht abgerieben, sondern glänzen immer wie neu – dieses Phänomen weckte das Interesse des JKU-Forscherteams rund um Prof. Baumgartner. „Die Schuppen des Sandfischs haben mit Sandpartikeln die geringste uns bekannte Reibung. Ein Materialpaar reagiert immer spezifisch, so hat selbst Teflon, das eine sehr geringe Oberflächenenergie hat, immer noch einen doppelt so hohen Reibungswiderstand“, erklärt Prof. Baumgartner.