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„Wasser-Batterie“: Mittels Wasserbrücke zu geladenem H2O#

Die abgebildete Wasserbrücke bildete sich unter dem Einfluss eines elektrischen Hochspannungsfeldes von etwa 15kV elektrischer Spannung. Sie spannt sich über etwa einen Zentimeter Länge zwischen den beiden mit deionisiertem Wasser gefüllten Bechern aus Teflon.
Die abgebildete Wasserbrücke bildete sich unter dem Einfluss eines elektrischen Hochspannungsfeldes von etwa 15kV elektrischer Spannung. Sie spannt sich über etwa einen Zentimeter Länge zwischen den beiden mit deionisiertem Wasser gefüllten Bechern aus Teflon.
© Woisetschläger/Fuchs - TU Graz.

Forschern der TU Graz ist es gemeinsam mit dem niederländischen Forschungszentrum Wetsus gelungen, elektrisch geladenes Wasser mittels schwebender Wasserbrücke zu erzeugen.#

Bis zu ihrer wissenschaftlichen Wiederentdeckung 2007 an der TU Graz war das im 19. Jahrhundert entdeckte Phänomen „Wasserbrücke“ in Vergessenheit geraten. Wird hochreines, also mehrfach destilliertes Wasser in zwei Behältern unter Hochspannung gesetzt, wandert die Flüssigkeit den Becher entlang nach oben und bildet eine schwebende Wasserbrücke zwischen den Gefäßen. Das Wasser fließt in dieser Brücke in beide Richtungen und ist in einem völlig neuen Zustand mit besonderen Dichte- und Struktureigenschaften. Eine Forschungsgruppe der TU Graz und des niederländischen Forschungszentrums Wetsus hat nun gezeigt, dass diese schwebende Wasserbrücke elektrisch geladenes Wasser erzeugt und diese Ladung zumindest für kurze Zeit speichert.

Protonische elektrische Ladung#

Die Ladung des Wassers ist dabei nicht elektronisch, sondern protonisch. Das neuartige Wasser ist entweder positiv oder negativ geladen, je nachdem ob es mehr oder weniger Protonen enthält. Die Studie zeigt, dass im Anodenwasser – also in jenem Wasser mit anliegender positiver Spannung – im Rahmen der stattfindenden Elektrolyse Protonen gebildet werden. Diese Wasserstoffkerne fließen durch die Wasserbrücke in das Kathodenwasser des anderen, unter negativer Spannung stehenden Bechers und werden dort von Hydroxylionen neutralisiert. Da sich die Protonen mit endlicher Geschwindigkeit bewegen, herrscht in einem Wasserbehälter immer ein Protonenüberschuss, und im anderen einen Protonenmangel.