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Die Eismonde des Jupiter:#

Weltrauminstitut der ÖAW und TU Graz an Jupiter-Mission der ESA beteiligt#

Mission „JUICE“ startet 2022; Quanteninterferenz-Magnetometer kommt aus Graz#

Die europäische Weltraumorganisation ESA will erstmals die Eismonde des Jupiter erkunden und schickt 2022 den „JUpiter ICy moons Explorer (JUICE)“ auf Erkundungstour ins äußerste Sonnensystem. Es wird davon ausgegangen, dass Europa, Ganymed und Kallisto unter ihrer Oberfläche Ozeane beherbergen. Diese potenziellen Lebensräume sollen nun genauer untersucht werden.

Elf wissenschaftliche Messinstrumente werden für diese Mission weltweit entwickelt. Das Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und das Institut für Experimentalphysik der TU Graz zeichnen gemeinsam für das neuartige Quanteninterferenz-Magnetometer verantwortlich.

Zentrale Rolle für Grazer Team#

Das Grazer Instrument ist Teil eines magnetischen Sensorsystems, das speziell die Ozeane unter der eisigen Oberfläche der Jupitermonde untersuchen soll. „Wo elektrische Ströme fließen, wie zum Beispiel im Wasser, zeichnen sich Magnetfelder ab – vorausgesetzt, es gibt elektrisch leitende Schichten, wie zum Beispiel Wasser. Die Leitfähigkeit der Schichten gibt wiederum Rückschluss auf den inneren Aufbau der Himmelskörper“, erläutert Roland Lammegger von der TU Graz.

Die TU Graz entwickelt die optische Sensorik des Magnetometers, das IWF steuert die weltraumtaugliche Elektronik bei, wie nun vertraglich mit der ESA fixiert wurde. Das Grazer Team spielt damit eine zentrale Rolle bei dieser großen Wissenschaftsmission, die ESA-intern denselben Stellenwert hat wie die erfolgreiche Rosetta-Mission.