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Wenn Schutznetze zur Falle werden#

NETs mit Bakterien aus einem Laborexperiment
NETs mit Bakterien aus einem Laborexperiment (photographiert im Rasterelektronenmikroskop = REM)
© Uni Salzburg

WissenschaftlerInnen der Universität Salzburg haben neue wichtige Details der Struktur von „Neutrophilen Extrazellulären Fallen“, kurz „NETs“ entdeckt. Dabei handelt es sich um ein spezielles, von Abwehrzellen unseres Immunsystems gebildetes Netz aus DNA-Fäden, die bei chronisch entzündlichen Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen. Die ZellbiologInnen haben in enger Zusammenarbeit mit der Salzburger Universitätsklinik für Pneumologie/Lungenheilkunde das Auftreten von NETs bei Chronisch Obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) untersucht. Die Ergebnisse könnten die Basis für neue therapeutische Verfahren werden.

Bei COPD handelt es sich um eine chronische, fortschreitende Lungenerkrankung, die Atemnot verursacht und im schlimmsten Fall zum Erstickungstod führt. Hauptursache ist das Rauchen. Die Krankheit ist durch Verengung der Atemwege und dauerhafte Entzündung gekennzeichnet. Eine langfristige Folge der chronischen Entzündung ist die Zerstörung des Lungengewebes. Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit rund 600 Millionen Menschen an COPD erkrankt sind. ExpertInnen sprechen von einem globalen Phänomen.

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