Pfarrkirche Großkrut#

2143 Großkrut, Schulstraße 6 2143 Großkrut, Schulstraße 6

Um 1055 von Passau aus gegründet, war Großkrut (bis ins 16. Jahrhundert mit Gaubitsch vereint) eine Mutterpfarre des Weinviertels. Die auf einer Anhöhe gelegene Pfarrkirche "Zum hl. Stephan" diente als Wehrkirche. Die im Kern romanische Kirche wurde in mehreren Bauphasen zu einer gotischen Anlage mit einem mächtigen Turm umgestaltet. Die Marienkapelle mit Maßwerkfenstern war als Erbbegräbnisstätte adeliger Stifter gedacht, eine Steinplatte aus dem 13. Jahrhundert zeigt den "böhmischen Löwen". Hier befindet sich auch der Stuckmarmor-Epitaph für Pfarrer Warndorfer (+ 1672). Das vierjochige Mittelschiff hat Kreuzrippengewölbe, deren Schlusssteine Reliefs tragen. Die Ausstattung ist barock, die Kanzel josephinisch. Die Kreuzwegbilder aus dem 18. Jahrhundert haben reich geschnitzte Rokokorahmen. In einer Seitenkapelle hängt ein spätgotisches Kruzifix. Südöstlich der Kirche steht ein mittelalterlicher Karner, südwestlich eine Figur des hl. Johannes Nepomuk (1740).

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