Pfarrkirche Klamm am Semmering#

2641 Schottwien Nr. 22 2641 Schottwien Nr. 22

Die Pfarrkirche Klamm befindet sich unterhalb der gleichnamigen Burgruine in der Gemeinde Breitenstein. Das Gotteshaus ist eine im Kern romanische, durch gotische und barocke Zubauten veränderte, flach gedeckte Saalkirche mit einem Nordturm. Urkundlich um 1100/1146 erstmals erwähnt, war Klamm die Mutterpfarre des Semmeringgebietes. Bis ins 16. Jahrhundert war die Kirche dem hl. Stephan, seither ist sie dem hl. Martin geweiht. Eine Martinsstatue aus dieser Zeit steht in der Vorhalle. Das um 1730 geschaffene Hochaltarbild zeigt ebenfalls den neuen Kirchenpatron. Rechts und links davon stehen vier barocke Heiligenfiguren. Die Hängekanzel mit der Darstellung des Letzten Abendmahls stammt gleichfalls aus der Barockzeit. Vor dem Hochaltar deuten drei Grab- bzw. Wappenplatten auf eine unterirdische Begräbnisstätte hin (Pfarrer Dosch um + 1630, Graf v. Walsegg + 1682). Im Marienschiff (rechts) befindet sich ein 1644 datierter Holzaltar mit einer Madonnenstatue und darunter eine Tafelmalerei „Anbetung der Hirten“. Im Antonischiff (links) zeigt das Altarbild aus 1691, "das Jesuskind erscheint dem heiligen Antonius von Padua". Von den beiden Seitenaltären (um 1690) zeigt der Linke die Heiligen Barbara und Katharina, der Rechte die Pestpatrone Sebastian, Rochus und Rosalia. Die Kirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Sinn des Historismus verändert, zuerst durch den im Dienst des Fürsten Liechtenstein stehenden Carl Gross, dann durch den Kirchenbaumeister Gustav von Neumann. Seit der letzten Innenrenovierung (1978/79) befindet sich die barocke Auferstehungsgruppe vom früheren Hochaltar (die zwischenzeitlich als Verkleidung der Orgelempore diente) an der südlichen Langhauswand.

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