Pfarrkirche Leobendorf#

2100 Leobendorf, Rohrbacher Straße 3 2100 Leobendorf, Rohrbacher Straße 3

Die Pfarrkirche "Zum hl. Markus" liegt leicht erhöht am Westrand des Ortes und ist vom Friedhof umgeben. Der gotische Bau aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde im 15. Jahrhundert und in der Barockzeit verändert. An den Chorseitenwänden legte man Wandmalereien aus der Zeit um 1340 frei. Schmale gerahmte Bildstreifen zeigen Einzelfiguren: Christus, Apostel und Marienszenen. Der Hochaltar stammt aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Bemerkenswert ist die Geschichte der von Jakob Kaschauer im 15. Jahrhundert geschaffenen spätgotischen Madonna, die er umschließt. 1972 wurde sie aus der versperrten Pfarrkiche gestohlen, 2003 (ihrer originalen Fassung beraubt) auf einer Auktion in München entdeckt und zurückgekauft. Die spätgotische Madonna, aus Nussholz geschnitzt, ist 111,8 Zentimeter groß und war mit einem langen blauen Kleid mit goldener Kapuze bekleidet. Sie trägt das Jesuskind, das einen roten Apfel in der Hand hatte. Trotzdem ist die Leobendorfer Madonna das wertvollste Kunstwerk, das nach einem Diebstahl wieder in kirchlichen Besitz gelangte. Der Wiener Bildhauer Jakob Kaschauer (+ 1463) schuf u.a. auch die Pieta in der Wiener Michaelerkirche, sowie die lebensgroße Bittstatue Friedrichs III. in der Burg Wiener Neustadt.