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Pfarrkirche Lainz#

1130 Wien, Lainzer Straße 138 1130 Wien, Lainzer Straße 138

Die Konzilsgedächtniskirche in Lainz wurde 1967/68 im Zusammenhang mit dem Bildungs- und Exerzitienhaus der Jesuiten neu gebaut. (Die alte Lainzer Pfarrkirche steht in Verwendung der syrisch-orthodoxen Kirche). Die Pläne stammen vom Innsbrucker Architekten Josef Lackner, dessen Kirchenbauten bereits Preise errungen hatten. Es war die erste Kirche Wiens, die aus Fertigteilen - genormten Betonquadern - errichtet wurde. An allen vier Ecken hat sie Ein- bzw. Ausgänge. Eine stützenfreie Kassettendecke aus geschweißten Stahlblechen überspannt den 27 x 27 m großen Raum. Den Übergang zu den Mauern bildet eine verglaste Schräge, die ein umlaufendes Lichtband ergibt. Der Altar steht erhöht im Zentrum und ist an drei Seiten von Bankreihen umgeben. Die vierte Seite bildet die Wand zur Werktagskapelle, die darüber liegende Sängerempore erschließt den oberen Umgang, welcher die Verbindung zum Ordenshaus herstellt. Die optischen und akustischen Anforderungen sah der Architekt durch die Vielgestaltigkeit der Decke, der Wände und des Bodens gewährleistet. Die Farbgebung hat er mit der Materialwahl Stahl – weiß gestrichen, Beton, Leca-Fertigteil, Teppich – gelb, Birnenholz und Sandstein fixiert. Die Kirche hat 350 Sitzplätze, kann aber bis zu 800 Menschen aufnehmen. Dadurch bewährte sie sich schon kurz nach der Eröffnung als Tagungsort der Wiener Diözesansynode.

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