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Pfarrkirche Floridsdorf#

Pius-Parsch-Platz 3 Pius-Parsch-Platz 3

Foto: Geiserich77 aus: WikiCommons unter CC
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Die Pfarrkirche "Zum hl. Josef" ist ein Werk von Robert Kramreiter aus den Jahren 1936-1938. Da der Architekt enge Kontakte zu den Klosterneuburger Chorherren, besonders zum Initiator der Volksliturgischen Bewegung, Pius Parsch, pflegte, entsprach der Bau dessen Forderungen: Eine der liturgischen Erneuerung entsprechende Basilika im Zentrum eines Arbeiterbezirks. Die Skulpturengalerie - in Anlehnung an Kathedralfassaden - enthält je vier Apostelfiguren in drei Stockwerken. Ihre Bildhauer waren Robert Ullmann, Franz Zorn und Franz Santifaller. Der schlanke Turm trägt eine Aussichtsplattform, Engelsfiguren und ein Betonkreuz. Von der Vorhalle erreicht man die runde Taufkapelle - mit Bodenmosaik nach dem Entwurf des Architekten - und die Jakobskapelle, in der sich ältere Kunstwerke befinden. Das Gotteshaus hat ein breites Mittelschiff mit einschwingender Südempore, niedrige, stützenlose Seitenschiffe und einen querrechteckigen Altarraum mit seitlichen Abgängen in die Unterkirche. Die Einrichtung stammt teils aus der Erbauungszeit, teils ist sie jüngeren Datums: Glasfenster von Karl Seelos, 1958; Sgrafitti von Leopold Schmid, 1942; Marienaltar von Ferdinand Kitt, 1938/39; Orgel von Ferdinand Molzer, 1942.