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Armbinde#

In der politischen Symbolik spielt die meist am linken Arm getragene Armbinde ein große, meist aber tragische Rolle.

Am bekanntesten ist wohl die Armbinde des Roten Kreuzes (in Weiß ein gleichschenkeliges rotes Kreuz), wie sie von Sanitätern und Rotkreuzschwestern im Kriegs- oder Katastropheneinsatz getragen wurde und wird.

Unrühmlich bekannt geworden ist die Hakenkreuzbinde (in Rot eine weiße Scheibe mit schräg gestelltem schwarzen Hakenkreuz) als Abzeichen von NSDAP, SA und SS. Eine Zahl von österreichischen Polizisten, die illegal der Nazipartei beigetreten waren, hatten die Hakenkreuzbinden schon in der Stunde des "Anschlusses" in der Nacht zum 13. März 1938 bereit.

Nach dem Kriegsende in der Tschechoslowakei, im Mai 1945, mussten die deutschen Bewohner des Sudetenlandes, etwa in Brünn, weiße Armbinden mit dem Buchstaben "N" (Nemec = Deutscher) tragen, bevor sie aus dem Land geworfen wurden (Das Trauma des Todesmarsches in: "Die Presse"vom 29. Mai 2010)

Ordner bei katholischen Massenveranstaltungen tragen Armbinden in den Kirchenfarben gelb-weiß.

Armbinden sind auch üblich als Kennzeichen der Militärpolzei.

Weiters tragen die Kapitäne der Fußballmannschaften Armbinden, die sie als Sprecher ihrer Mannschaft kennzeichnen.

Blinde sind durch gelbe Armbinden mit drei schwarzen Scheiben gekennzeichnet.

Zum Zeichen der Trauer trägt man/trug man eine schwarze Armbinde.